Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Teilschuldverschreibung Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot

7,5 % Inhaber-Teilschuldverschreibung, Ausgabe 29, über 5.000 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine 1-4, Dezember, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, 2 S., Abheftlochung links
Ludwigsburg, April 1983, # 000000

Abb. Wappen oben, Schriftzug „Wüstenrot“ oben und im Unterdruck.

7,5 % Inhaber-Teilschuldverschreibung, Ausgabe 29, über 10.000 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine 1-4, Dezember, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, 2 S., Abheftlochung links
Ludwigsburg, April 1983, # 000000

Abb. Wappen oben, Schriftzug „Wüstenrot“ oben und im Unterdruck.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Bausparen

Alexander Dumas könnte der „Erfinder“ des Bausparens sein. Wer kennt nicht das Motto: „Einer für Alle - Alle für Einen“. Treffender kann der Gedanke des Bausparens nicht beschrieben werden. Dieses Motto, verbunden mit dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden, führte zu einer zielgerichteten Solidargemeinschaft.
Die Grundidee des kollektiven Sparens existiert schon lange. Bereits 200 v.Ch. wurde in China eine Spargemeinschaft gegründet. In Europa sind die Wurzeln das Bausparen bereits im 18. Jahrhundert. Ausgelöst durch die Landflucht und Industrialisierung entstand eine bisher nicht gekannte Wohnungsnot in England. Diese sollte durch den Bau von Eigenheimen gelindert werden. Es wurde daher die erste Bausparkasse in Birmingham gegründet. Später wurde diese Idee auch in den USA, Australien, Neuseeland, Südafrika und Brasilien aufgegriffen.
In Deutschland dauerte es bis zur Gründung der ersten Bausparkasse noch fast 200 Jahre. Zwar versuchte Pastor Bodelschwingh im 19. Jahrhundert in Bielefeld der Wohnungsnot durch einen Bauverein zu begegnen, durchsetzen konnte er sich aber nicht.

Georg Kropp
Georg Kropp

Anfänge und Gründung

Eigentlich war es nicht verwunderlich, dass das Bausparen in Deutschland seinen Anfang in Baden-Württemberg nahm. Als wackere, hingebungsvolle „Häuslebauer“ haben die Schwaben schon immer gegolten. Den Anstoß gab hierzu 1921 Georg Kropp, ein heimisch gewordener Pommer, mit der Gründung des Vereins „Gemeinschaft der Freunde“ in dem schwäbischen Dorf Wüstenrot bei Heilbronn. Daraus entstand die erste Bausparkasse Deutschlands. Der merkwürdige Name des kleinen Ortes wurde fast ein Synonym für das Bausparen schlechthin. Schon zu Beginn wurde den damals noch wenigen Mitgliedern schnell und unkompliziert zu Baukapital verholfen. Die Sparbeiträge aller Beteiligten wurden zusammengelegt. Ein Losvervahren entschied über die Verteilung der Mittel. So hat Wüstenrot im Eigenheimbau der Idee Hilfe zur Selbsthilfe zum Durchbruch verholfen. Das Bausparen diente der Schaffung von Wohnraum und der gleichzeitigen Bildung von Privatvermögen.

Weiterentwicklung

Kropp war ab 1924 Geschäftsführer der GdF, gab aber 1925 die Geschäftsführung ab und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrates. 1926 hatte sich die Belegschaft, die ursprünglich aus sechs Mitarbeitern bestand, auf etwa 300 Mitarbeiter verfünfzigfacht. 1930 zog die mittlerweile in eine GmbH umgewandelte Bausparkasse gegen den Willen Kropps von Wüstenrot nach Ludwigsburg um. Daraufhin trat Georg Kropp von allen Ämtern zurück.
Nach der Währungsreform 1948 in Deutschland begannen der schnelle Wiederaufbau und der ökonomische Aufschwung. Davon profitierten auch die Bausparkassen. 1949 wurde die Hausbau Wüstenrot gegründet, 1968 die Wüstenrot Bank als Spezialinstitut für Baufinanzierungen, 1969 die Wüstenrot Lebensversicherung und 1971 die Württembergische Rechtsschutz Versicherungs AG.

Zentrale der Bausparkasse Wüstenrot in Ludwigsburg
Zentrale der Bausparkasse Wüstenrot in Ludwigsburg

Fusion

1992⁄93 kam es zur Gründung der Wüstenrot Bausparkassen in Prag und Bratislava und 1994 zur Gründung der Wüstenrot Hypothekenbank. 1999 gingen die Württembergische und Wüstenrot unter dem Dach der Wüstenrot & Württembergische AG zusammen. Im gleichen Jahr entstand die Wüstenrot Leonberger Immobilien GmbH und es wurde die Mehrheit an der ungarischen Bausparkasse Lakàskassza und an einer Bausparkasse in Kroatien erworben. Die neue Wüstenrot Bausparkasse war um rund ein Drittel größer als zuvor. Mit rund drei Mio. Kunden, 3,5 Mio. Bausparverträgen mit 77 Milliarden Euro Bausparsumme und über 3.200 Innendienst-Mitarbeitern in Ludwigsburg und in den Filialen sowie rund 3.200 selbständigen Außendienstpartnern gehörte das Unternehmen zu den vier größten Bausparkassen in Deutschland.
Durch die Fusion von Wüstenrot und Württembergische Versicherung AG in die Wüstenrot & Württembergische AG entstand einer der zehn führenden Finanzdienstleister in Deutschland. Aus der Fusion gingen noch weitere Unternehmen hervor, darunter die 2002 gegründete W&W Informatik GmbH, welche die Infrastrukturkosten des Konzerns stark senkte.
2005 fusionierte die Wüstenrot Bank mit der 1995 gegründeten Wüstenrot Hypothekenbank AG zur Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank mit Sitz in Ludwigsburg.

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