Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien

Aktie Borussia Dortmund

Aktie über 1 Stück, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-10 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Dortmund, Oktober 2000, # 00022210

Abb. diverser erfolgreicher BVB-Mannschaften auch auf den Kupons.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Vereinsgeschichte

Gründung des Vereins

Im November 1901 wurde die katholische Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ als Jugendorganisation der gleichnamigen Gemeinde in der Flurstraße im Dortmunder Nordosten gegründet. Die Gemeinde war kurz zuvor im Zuge der Immigration polnischer Arbeitskräfte entstanden und diente der Integration der Zugezogenen in Dortmund. Die Mitglieder der Sodalität waren zum großen Teil junge Stahlarbeiter und Bergleute, die sich sportlich betätigten, zunächst beim Turnen und in der Leichtathletik. Aber spätestens seit 1906 wurde auf den Feldern und Wiesen rund um den Borsigplatz auch regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr wurde Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender der Jünglingssodalität und wandte sich energisch gegen das „rohe“ und „wilde Treiben“ auf dem Fußballplatz. So setzte er sonntags nachmittags eine zusätzliche Andacht an, um das Fußballspielen zu unterbinden, und verlangte von den Fußballern, ihre Treffen nicht mehr im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ in der Oesterholzstraße 60 abzuhalten, sondern das Gemeindehaus dafür zu nutzen.
Die schwelenden Konflikte zwischen der Leitung der Sodalität und den jungen Sportlern gipfelten schließlich in der Gründung der Borussia. Am 19.12.1909 trafen sich ca. 50 Mitglieder der Sodalität in einem Nebenraum des Wildschütz um über die Gründung eines von der Kirche unabhängigen Vereins zu beraten. Während des Treffens wurde heftig über die Trennung von der Gemeinde debattiert, eine Reihe der Teilnehmer verließ nach etwa einer Stunde die Sitzung und informierte Kaplan Dewald über die bevorstehende Gründung des Vereins. Dieser traf wenig später vor der Gaststätte ein, um die Sitzung aufzulösen, der Zutritt wurde ihm jedoch verweigert. Die 18 verbliebenen Personen gründeten noch am selben Abend den Verein. Da die Gründung spontan und unvorbereitet ablief, gab es vor Beginn der Versammlung keine Namensvorschläge. Einer Anekdote zufolge wurde der Zusatz „Borussia“ gewählt, weil es sich um den Namen des im Wildschütz ausgeschenkten Bieres der Borussia-Brauerei handelte, die unweit des Borsigplatzes ihren Sitz hatte.
Mannschaft Borussia Dortmund
Nachdem Kaplan Dewald die Mitglieder der Borussia in der Messe am Heiligen Abend der Spaltung der Dreifaltigkeitsgemeinde bezichtigte und sie aus der Sodalität ausschloss, verließen einige der Gründungsmitglieder den Verein wieder, die Borussia blieb aber bestehen.
Obwohl der Hauptgrund für die Gründung des Vereins die fehlende Erlaubnis des Kaplans zur Ausübung des Fußballsports war, besaß die Borussia nicht nur eine Fußball-, sondern auch eine Leichtathletikabteilung. Diese wurde bereits am 19.06.1910 in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen, am 03.12. folgte ihr die Fußballabteilung. Der Aufnahme der Leichtathletikabteilung in den Verband kam dabei die Funktion eines „trojanischen Pferdes“ zu, da zu dieser Zeit aufgrund der großen Zahl an Gründungen von Fußballvereinen Aufnahmestopps seitens des WSV verhängt wurden.
Das erste reguläre Spiel fand am 15.01.1911 gegen den VfB Dortmund statt und wurde 9:3 gewonnen. Die offizielle Spielkleidung bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem blau-weiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und schwarzer Hose.

Die frühen Vereinsjahre

Der Verein startete zur Saison 1911⁄12 in der C-Klasse, der dritten und untersten Spielklasse. Dort belegte man zum Saisonende den ersten Platz und stieg in die B-Klasse auf. Die zweite Spielzeit endete mit dem dritten Platz, in der folgenden Saison 1913⁄14 stieg Borussia Dortmund in die damals höchste Spielklasse, die A-Klasse, auf. Weil die Saison 1914⁄15 wegen des 1. Weltkrieges abgebrochen werden musste, konnte die Borussia ihren schnellen Aufstieg zunächst nicht fortsetzen. Es fanden jedoch Freundschaftsspiele statt. Neun der 18 Vereinsgründer erlebten das zehnjährige Jubiläum des BVB nicht, da sie im Krieg starben.
Bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Spielzeit 1917⁄18 war die Borussia aufgrund der Kriegswirren noch nicht vertreten, in der Saison 1918⁄19 spielte man dann wieder in der A-Klasse, war aber ab der Saison 1919⁄20 nur noch zweitklassig, da die Bezirksliga als neue Liga eingeführt wurde. Diese umfasste die besten Mannschaften aus den acht Bezirken Bergisch-Mark, Niederrhein, Rhein, Mittelrhein, Ruhr, Südwestfalen, Hessen-Hannover und Westfalen.
In der folgenden Saison 1920⁄21 verpasste der BVB den Aufstieg in die Bezirksklasse nur knapp, im Entscheidungsspiel um den zweiten Platz unterlag man dem Lokalrivalen vom SV 08. Auch in den folgenden Spielzeiten änderte sich nichts an der Zweitklassigkeit der Borussia, der Verein gehörte stets der neu geschaffenen zweiten Bezirksklasse bzw. später der Kreisliga Mark an, verpasste jedoch durchweg den Aufstieg. Für die weitere Entwicklung bedeutsamer war der Wechsel an der Vereinsspitze als Heinz Schwaben 1923 Vorsitzender wurde. Dieser war Direktor der Union-Brauerei und verfügte über die nötigen finanziellen Ressourcen, die den Ausbau eines Stadions für 10.000 Besucher möglich machten.
1926 gewann der BVB die Vizemeisterschaft in der 2. Bezirksklasse und stieg in die höchste Spielklasse auf, die Ruhrbezirksklasse Dortmund-Gelsenkirchen. Trotz der Verpflichtung neuer Akteure aus anderen Dortmunder Mannschaften wurde die Spielzeit 1926⁄27 zu einem Misserfolg, denn das Entscheidungsspiel gegen den SV Langendreer 04 wurde mit 1:3 verloren, so dass der Verein wieder zurück in die Zweitklassigkeit musste. Die Saison 1927⁄28 endete in der 2. Bezirksklasse mit einem zweiten Platz hinter den Sportfreunden Dortmund, was nicht zum Aufstieg reichte. Im Sommer 1929 wurde das Ligensystem um eine weitere Spielklasse, die Sonderklasse, ergänzt. Weder für diese noch für die 1. Bezirksklasse konnte sich Borussia Dortmund in der Spielzeit 1928⁄29 qualifizieren, so dass man 1929⁄30 nur noch drittklassig war. Allerdings gelang in diesem Jahr als Vierter der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse, der die Borussia bis zur Saison 1935⁄36 ununterbrochen angehörte.

Gauliga

Zeitgleich zu dem bis dato größten Erfolg des Vereins mit dem Aufstieg in die Gauliga musste die Borussia Abschied vom Vereinsgelände im Nordosten der Stadt nehmen. Für den Bau des Hoeschparks durch den Reichsarbeitsdienst wurden das Stadion Weiße Wiese und das zugehörige Vereinsgelände von der Stadt entschädigungslos enteignet. Daraufhin musste der Verein 1937 in die Kampfbahn Rote Erde im bürgerlichen Süden Dortmunds umziehen.
In den folgenden Spielzeiten konnte sich der BVB in der Gauliga etablieren und auch mehrfach die Vizemeisterschaft hinter dem „Abonnementmeister“ aus Gelsenkirchen erringen.
Überschattet wurden die Erfolge der Borussia in dieser Zeit allerdings vom 2. Weltkrieg und der Diktatur des Dritten Reiches. Auch wenn die Vereinsführung den Nationalsozialisten nahestand, blieb der Verein tief im Milieu der Dortmunder Nordstadt, die eine Hochburg der Antifaschisten war, verwurzelt. So arbeiteten bis in die späten Kriegsjahre Nationalsozialisten, Kommunisten, Sozialdemokraten und Bürgerliche zum Wohl des Vereins zusammen. Profiliertester Vertreter der NSDAP in den Reihen des BVB war Willi Röhr, der als Mitglied der SA über gute Kontakte zur Parteiführung verfügte und beispielsweise in der Lage war, wichtige Spieler für die Spiele der Borussia von ihrer Tätigkeit bei der Wehrmacht oder dem Arbeitsdienst loszueisen. Der offiziellen Festschrift zum 30jährigen Jubiläum des Vereins ist zu entnehmen, dass ferner im ersten Kriegsjahr 80% der Spieler der Gauligamannschaft der SA angehörten. Das NSDAP-Mitglied Lenz tat außerdem Dienst in der Organisation Todt des damaligen Reichsministers für Bewaffnung und Munition. Auf der anderen Seite war bis zuletzt eine Reihe aktiver Clubmitglieder im Widerstand tätig und nutzte dabei auch die Infrastruktur des Vereins, speziell die Druckmaschinen zur Vervielfältigung von Flugblättern. Diesen mutigen Einsatz bezahlten einige von ihnen mit ihrem Leben.

Der Aufstieg zur deutschen Spitzenmannschaft

Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Vereinsstrukturen in Deutschland. Viele Clubs hatten einen Großteil ihrer Spieler und Funktionäre verloren. Dem BVB erging es nicht anders, er musste zunächst seine Wiederzulassung erwirken. Diese wurde bereits im Juli 1945 erteilt. Ab August wurde im Hoeschpark wieder Fußball gespielt.

Borussia Dortmund 1947⁄48: Burdenski im Kopfballduell mit Michallek
Borussia Dortmund 1947⁄48: Burdenski im Duell mit Michallek

Ein großer Erfolg wurde in der zweiten Nachkriegssaison erreicht. Es kam zum Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den FC Schalke 04. Der 3:2-Sieg der Borussia am 18.05.1947 ging als die Wende im Westen in die Fußball-Geschichte des Ruhrgebietes und Westdeutschlands ein, da die fußballerische Vormachtstellung des FC Schalke 04 im Revier gebrochen wurde. Der BVB übernahm die Führung im westdeutschen Fußball und stieg zum erfolgreichsten Verein der neu gegründeten Oberliga West auf. Bereits in den beiden Spielzeiten 1947⁄48 und 1948⁄49 wurde die Borussia Meister, 1949 gelang dem BVB sogar erstmals der Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das gegen den VfR Mannheim jedoch verloren ging.

Sportlich wie finanziell schwierige Zeiten

In der 1. Saison der Fußball-Bundesliga gehörte die Borussia zu den Favoriten auf den Titel. Am Ende reichte es trotz 73 Treffern nur zu einem vierten Platz. Ein Jahr später wurden die Borussen Dritter in der Bundesliga, gleichzeitig erreichten sie zum zweiten Mal das Finale des DFB-Pokals.
Im ersten Jahr als Zweitligist konnte Borussia Dortmund als Vierter der Regionalliga West den direkten Wiederaufstieg nicht erreichen, Tiefpunkt der Saison war die miserable Zuschauerzahl von knapp 1.500 Zuschauern am letzten Spieltag. Da sich der Kader in der Saison 1972⁄73 nur punktuell von demjenigen aus der Abstiegssaison unterschied, wurde der fällige Schnitt in der Mannschaft erst zur Spielzeit 1973⁄74 vollzogen. Der Verein wurde jedoch nur Sechster, finanziell und sportlich lag die Borussia nun praktisch am Boden.
Umso wichtiger war der Wechsel in der Vorstandsetage von Walter Kliemt zu Heinz Günther, der den längst fälligen Sanierungskurs bei der Borussia einläutete. Dennoch fehlten selbst nach dem Verkauf des vereinseigenen Geländes an der Brackeler Straße immer noch rund 1,3 Mio. DM zur Erteilung der Lizenz für die neu geschaffene 2. Bundesliga. Neben Kürzungen der Spielergehälter sorgte die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand wie der lokalen Industrie für das Überleben des Vereins. Die Stadt übernahm Bürgschaften, und Hoesch stellte dem Verein neben Geld auch die Trainingsplätze am Hoeschpark zur Verfügung.


Westfalenstadion bei Nacht
Westfalenstadion bei Nacht

Ebenso wichtig für die Zukunft des Profifußballs in Dortmund war die Eröffnung des Westfalenstadions, das für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in unmittelbarer Nähe der Roten Erde errichtet wurde. Die neue Arena lockte trotz Zweitklassigkeit und einem sechsten Platz in der Abschlusstabelle im Schnitt 25.000 Zuschauer zur Borussia, was für spürbare Entspannung in der Vereinskasse sorgte. Gleichzeitig wurde das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Wiederaufstieg gelang der Borussia dann in der folgenden Saison.
Vor und während der Saison 1976⁄77 verpflichtete der BVB wichtige neue Spieler und erreichte einen sicheren achten Rang. Insbesondere der Zuschauerschnitt von 40.000 Besuchern macht den BVB plötzlich zu einem der wohlhabendsten Vereine Deutschlands. Mit entsprechend hohen Erwartungen ging es in die Spielzeit 1977⁄78, die jedoch mit einem enttäuschenden 11. Platz endete. Auch im folgenden Jahr blieb der BVB Mittelmaß. Wichtiger war jedoch, dass im März 1979 der Rechtsanwalt Reinhard Rauball Präsident der Borussia wurde, der den BVB wieder in ruhigere Fahrwasser brachte.
Ein Paukenschlag war im Sommer 1979 die Verpflichtung von Udo Lattek als Trainer. Neben Platz sechs der Bundesliga wurde das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Nach Lattek begann eine Phase ständiger Trainerwechsel, in den fünf Jahren zwischen dem Frühjahr 1981 und dem Frühjahr 1986 waren zehn verschiedene Übungsleiter beim Verein tätig.
Im September 1982 war Rauball aus beruflichen Gründen als Präsident zurückgetreten, was nicht nur ein Machtvakuum im Vorstand hinterließ, sondern auch eine sportliche wie finanzielle Talfahrt zur Folge hatte. Unter Präsident Friedhelm Cramer hatte sich der Verein schließlich mit 8,3 Mio. DM dermaßen verschuldet, dass das Amtsgericht Dortmund am 22.10.1984 einen Notvorstand ernennen musste. Präsident wurde erneut Rauball, als Vizepräsident wurde ihm Gerd Niebaum zur Seite gestellt, der 1986 das Amt des Präsidenten übernahm. Erneut war es mit Hilfe lokaler Sponsoren möglich, den Lizenzentzug abzuwenden, sportlich blieb die Lage der Borussia in den nächsten Jahren jedoch prekär.
Der in letzter Minute abgewendete Abstieg sollte sich letztlich als „heilsamer Schock“ für die Borussia herausstellen. So wurden wichtige Stützen verpflichtet und die sportlichen Erfolge wurden wieder besser.

Pokalsieg, Meisterschaft und Champions League

Vor der Saison 1988⁄89 wurden als „Korsettstangen“ für die Mannschaft das Frankfurter Talent Andreas Möller und der Münchener Michael Rummenige verpflichtet. Der BVB erreichte mit dem DFB-Pokal 1989 seinen ersten Titel seit 23 Jahren. Im Finale besiegte Borussia Dortmund Werder Bremen. Während des Spiels war die Borussia von etwa 40.000 Fans im mit 76.000 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion angefeuert worden, ca. 200.000 Menschen empfingen die Mannschaft am nächsten Tag in Dortmund.

Schwierigkeiten

Nach den großen Erfolgen Mitte der 1990er kam mit dem Gewinn der Champions League der Umbruch. Insgesamt wurden in dieser Zeit über 80 Millionen DM in neue Spieler investiert, die sportlichen Erfolge fielen jedoch vergleichsweise mager aus. In der Spielzeit unter Scala erreichte die Borussia lediglich einen enttäuschenden 10. Platz in der Bundesliga, in der Champions League gelang dem BVB jedoch der Einzug ins Halbfinale. Dort schied man gegen den späteren Sieger Real Madrid aus. Scala verließ aufgrund der Misserfolge den Club vorzeitig, zudem wechselte Sportdirektor Hitzfeld auf die Trainerbank des FC Bayern. Als Ersatz übernahm der bis dahin als Nachwuchstrainer und Jugendkoordinator beim BVB tätige Michael Skibbe den Cheftrainerposten zur. Skibbe führte die Mannschaft in seiner ersten Saison auf einen respektablen vierten Platz, welcher zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigte.
Die Spielzeit 1999⁄2000 begann für den BVB höchst erfolgreich, endete aber letztlich fast mit dem zweiten Abstieg aus der Bundesliga. Gestartet war man mit sechs Siegen aus den ersten acht Spielen und einer souveränen Tabellenführung. Von den folgenden 23 Partien wurde jedoch nur noch eine gewonnen. Nach einer Niederlage im ersten Spiel nach der Winterpause wurde Trainer Skibbe beurlaubt und durch den ehemaligen Borussen Bernd Krauss ersetzt. Dieser konnte in den elf Spielen unter seiner Regie jedoch keinen Sieg einfahren und wurde nach nur zwei Monaten wieder entlassen. Der Verein schwebte in höchster Abstiegsgefahr, als Trainer-Urgestein Udo Lattek für seine letzte Station im Profi-Fußball reaktiviert wurde. Ihm zur Seite stand Matthias Sammer als Co-Trainer. Dieser hatte nach einer Infektion im Kniegelenk 1998 seine Karriere als Spieler beenden müssen. Beide führten den BVB schließlich auf einen 11. Platz in der Abschlusstabelle.

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Am 28. November 1999 stimmte die Mitgliederversammlung des BVB der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zu. Als bislang einziger Fußballbundesligist ging Borussia Dortmund dann am 31. Oktober 2000 an die Börse. Der Ausgabekurs der BVB-Aktie lag seinerzeit bei 11 Euro. Man platzierte 13,5 Millionen Aktien an der Börse, die netto einen Emissionserlös von 130 Millionen Euro einbrachten.
Der Börsengang von Borossia Dortmund ging kräftig in die Hose. Die daraus gewonnenen Gelder wurden in Weltklasse-Spieler wie den Brasilianer Amoroso (50 Mio. DM) investiert. Sportlich war dies zumindest eine gute Investition, welche Dortmund die Deutsche Meisterschaft 2001⁄2002 sicherte. Die Aktionäre blieben jedoch auf ihren Verlusten sitzen und zu allem Übel bekam jedes Mitglied nur ein effektives Stück.

Seit 2004

Signal Iduna Park
Signal Iduna Park

Schließlich litt der Verein unter erheblichen finanziellen Lasten. Allein im Geschäftsjahr 2003⁄04 erwirtschaftete die KGaA ein Minus von über 65 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich auf mehr als 118 Millionen Euro. Infolgedessen sah sich die KGaA gezwungen, wichtige Spieler abzugeben. Kritiker warfen der Vereinsführung unprofessionelles Handeln vor; der Verein habe sowohl Millionen aus dem Börsengang als auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Westfalenstadions, das dem BVB nach dem Börsengang zu 75 % gehört hatte, „vernichtet“.
Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum, der im November 2004 als Präsident und im Februar 2005 als Geschäftsführer der KGaA zurücktrat. Die Nachfolge traten Rauball als Präsident und Watzke als Geschäftsführer an. Vor allem Watzke machte sich in den folgenden Jahren durch die erfolgreiche Sanierung der Borussia einen Namen; mehrere Kapitalerhöhungen sowie der Rückkauf des Stadions (verbunden mit der Umbenennung in „Signal Iduna Park“) unter finanzieller Unterstützung der US-Investmentbank Morgan Stanley ließen die Nettoverbindlichkeiten der KGaA auf „nur“ noch 27 Mio. Euro sinken. Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote der KGaA von 20,7 % auf 34,5 %.
Zudem wurde die wirtschaftliche Konsolidierung mit einer deutlichen Senkung des Etats für die Bundesligamannschaft verbunden; die letzten Stars des Vereins wechselten ins Ausland und wurden vorwiegend durch junge Spieler aus der eigenen Jugend ersetzt. Entsprechend konnte sich der BVB in den folgenden Spielzeiten nicht mehr in der Spitze der Bundesliga behaupten. Im Folgejahr 2005⁄06 beendete die Borussia die Spielzeit nach einer Runde ohne große Höhepunkte ebenfalls als Tabellensiebter, in der Saison 2006⁄2007 wurde die Mannschaft gar nur Neunter.
Insbesondere der Heimsieg gegen Schalke 04 am vorletzten Spieltag der Spielzeit 2006⁄07 weckte im Dortmunder Umfeld neue Euphorie, die zum Bundesligarekord von knapp 50.000 verkauften Dauerkarten führte.


BVB-Logo

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken