BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT VON 1877

Aktie Bremer Lagerhaus-Gesellschaft

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Bankhaus Carl F. Plump & Co., 2800 Bremen 1“, lochentwertet im Siegel
Bremen, Juni 1982, # 16603

Namensaktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg-Girozentrale-, Bremen“, stempelentwertet rückseitig
Bremen, September 1997, # 80037

dito lochentwertet im Siegel, # 81570

Namensaktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ausgestellt auf „Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg-Girozentrale-, Bremen“, lochentwertet im Siegel
Bremen, September 1997, # 37623

Namensaktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg-Girozentrale-, Bremen, lochentwertet im Siegel
Bremen, September 1997, # 51090

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg-Girozentrale-, Bremen, lochentwertet im Siegel
Bremen, September 1997, # 75339

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Gründung und Erweiterung

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war geprägt von einer starken Entwicklung des Welthandels. Die alten Kaufmanns- und Hafenstrukturen mit ihren über die ganze Stadt verteilten Lagerhäusern waren dem wachsenden Güterstrom nicht mehr gewachsen. Deshalb bündelten über 60 Bremer Kaufleute ihre Interessen und gründeten die „Bremer Lagerhaus-Gesellschaft – Actiengesellschaft von 1877“.
Das Unternehmen konzentrierte Umschlag und Lagerung zunächst im Sicherheitshafen wo sie ihren Sitz hatte. Die aufstrebende Entwicklung erforderte schnell einen Hafenneubau. Mit der Fertigstellung des Europahafens im Jahr 1888 übernahm die Gesellschaft zum ersten Male Betriebsführungsaufgaben für die Stadtgemeinde Bremen, die diese vorher selbst wahrgenommen hatte.
Die Stadt Bremen und die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft begannen 1909 mit den Planungen für neue Speicher. Schließlich florierte in dieser Zeit der überseeische Handel derart, dass die Lagerhaus-Gesellschaft mit Genugtuung vermelden konnte, sie habe dem Wunsch ihrer Arbeiterschaft nach Lohnerhöhung erfüllen können. Der lebhaften Nachfrage nach neuen Lagerräumen kam sie mit dem Bau zweier neuer Speicher mit den Nummern XI und XIII entgegen. Reichlich anderthalb Millionen Mark wurden investiert. Anfang 1912 konnten die ersten Baumwollballen, Kaffeesäcke und Gewürze in den beiden nebeneinander stehenden Speichern eingelagert werden. Als nach dem 2. Weltkrieg weitere Flächen gebraucht wurden, diesmal nicht für Kaffee, Baumwolle oder Tabak, sondern für Carepakete, wurde die beiden Speicher durch einen Zwischenbau miteinander verbunden und firmierten seitdem unter der Nummer XI.

Lager

Nach dem Weltkieg

Ab 1953 wurden die stadtbremischen Anlagen in Bremerhaven ebenso übernommen. Mit der Entwicklung der der Container- und RoRo-Systeme entstanden an der Wesermündung in Bremerhaven ab Ende der 1960er Jahre moderne großflächige Terminals, über die der Großteil des Umschlags der Bremischen Häfen lief.
1988 wurde das neue Außenhandelszentrum am Neustädter Hafen fertiggestellt. Die Gesellschaft bewältigte aufgrund eines Vertrages mit der Stadt Bremen in der Hauptsache den Güterumschlag in den Freihäfen Bremen und Bremerhaven, sowie an der Getreideanlage in Bremen.
Als in den 80er Jahren die Logistik zum zentralen Begriff wurde und rund zehn Jahre später die Ostmärkte mit ihren konventionellen Ladungsmengen zusammenbrachen, gingen mit der Globalisierung die Erlöse aus Transportleistungen stark zurück. Daher wurde der Betrieb zu einer internationalen Logistik-Unternehmensgruppe umgebaut. Dieser war schließlich 1997 weitgehend abgeschlossen.
Unter der BLG Logistic Group als Holding agierten dann neun selbständige Einzelunternehmen, die untereinander Beteiligungen hielten.
Über den Containerbereich war das Unternehmen mit Terminals an allen europäischen Küsten vertreten und hielt Beteiligungen im Binnenland. Durch „Automobile Logistics“ wurden an den BLG-Anlagen pro Jahr mehr als 1 Mio. Fahrzeuge bewegt und nach dem Beispiel von Bremerhaven als größter Autodrehscheibe Europas richtete die BLG Automobile Logistics Italia den Standort Gioia Tauro in Süditalien zum Autoumschlagplatz des Mittelmeeres ein. Die Consultingtochter deckte Beratungsleistungen in den Bereichen Schifffahrt, Häfen, Verkehr, Transport, Logistik und Business Development ab und unter der Firmierung »International Logistics« bot die BLG logistische Systemlösungen an. Sie war in diesem anspruchsvollen Marktsegment zu einem der weltweit führenden Logistik-Provider geworden.

Neuere Zeit

Für Anfang 2006 galt, dass die börsennotierte Bremer Lagerhaus-Gesellschaft für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG Logistics Group AG & Co. KG inne hatte. Sie war am Gesellschaftskapital der BLG Logistics Group AG & Co. KG nicht beteiligt. Die Logistics Group AG & Co. KG arbeitete als Management-Holding des BLG-Konzerns, der in den strategischen Geschäftsbereichen Automobile, Contract und Container agierte.
Das Grundkapital der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft betrug 9,984 Mio. Euro und war eingeteilt in 3,84 Mio. stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Hauptaktionär war die Stadt Bremen.


Container

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