BREMER VULKAN SCHIFFBAU UND MASCHINENFABRIK

Aktie Bremer Vulkan AG

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, November 1952, # ohne Nummer

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, August 1959, # ohne Nummer

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 11-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, August 1959, # ohne Nummer

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet (3 Löcher)
Bremen-Vegesack, August 1960, # 54951

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
Auflage: 13.325 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bremen-Vegesack, Mai 1973, # 147553

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

Aktie Lit. A über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bremen-Vegesack, Juni 1975, # 000818

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

BREMER VULKAN AG SCHIFFBAU UND MASCHINENFABRIK

Aktie Bremer Vulkan AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Dezember 1982, # 0004476

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Dezember 1982, # 0100350

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Dezember 1982, # 0132251 bis 0132300

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Dezember 1982, # 0000000 bis 0000000

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, März 1986, # 1760101

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, März 1986, # 1800561 bis 1800570

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Bremen-Vegesack, März 1986, # 1966500

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, Kuponbogen Nr. 3-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Bremen-Vegesack, März 1986, # 0000000 bis 0000000

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
dito Muster

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Januar 1990, # 5950812

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
Faks. Hennemann als als berühmt-berüchtigter letzter Vorstandsvorsitzender, der vor Gericht gestellt wurde.
dito aufgedruckt „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, Kupons Nr. 7-20 (inkl. Erneuerungsschein), ansonsten nicht entwertet, # 0000000

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Januar 1990, # 6031431 bis 6031440

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
Faks. Hennemann als als berühmt-berüchtigter letzter Vorstandsvorsitzender, der vor Gericht gestellt wurde.

dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Bremen-Vegesack, Januar 1990, # 6279101 bis 6279150

Abb. des Firmenzeichens „V“ für Vulkan im Unterdruck.
Faks. Hennemann als als berühmt-berüchtigter letzter Vorstandsvorsitzender, der vor Gericht gestellt wurde.

dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig, # ohne Nummer

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Gründung

Die Geschichte der Bremer Vulkan geht auf das Jahr 1805 zurück, als die Vorgängerwerft Johann Lange in Bremen-Grohn am 23.10. gegründet wurde und das erste Seeschiff auf Kiel legte.
Die Gründung der Bremer Vulkan mit einem Kapital von 300.000 Mark fand 1893 statt und sollte die Fortführung der Traditionswerft Johann Lange ermöglichen. Zu dem Gesellschafterkreis gehörten u.a.:
  • der Geschäftsführer der Langeschen Werft Victor Nawatzki,
  • der Vegesacker Reeder Friedrich Bischoff,
  • Franz Schütte,
  • Eberhard Loose,
  • der Reeder Wätjen,
  • der Schiffsmakler Bunnemann,
  • der Papenburger Werftbesitzer Meyer,
  • der Direktor der Bremer Woll-Kämmerei Zschörner,
  • der Besitzer der Vegesacker Werft H. F. Ulrichs.
  • Das Unternehmen begann mit 60 Mitarbeitern. Es war der Grundstock zur großen Werft, die über 5.000 Schiffsneubauten fertigstellte. Fast ein Jahrhundert lang war der „Vulkan“ das Symbol der Bremischen Schwerindustrie. 1898 wurde die Werft auf ein 33 ha großes Gelände am rechten Weserufer in den Bezirken Vegesack und Fähr-Lobbendorf mit 1,3 km Wasserfront verlegt. Von der Gründung bis zur Jahrhundertwende erfolgte fast jedes Jahr eine Kapitalerhöhung, zunächst ohne großen Effekt, doch später wurden Dividenden bis zu 20 % verdient.

    Im „Dritten Reich“

    Die deutsche Marine brauchte eine Werft, besonders zum Bau der U-Boote. Die Bremer Vulkan war hierfür vorgesehen. Schon 1934 sollte ein U-Boot vom Typ IA monatlich hergestellt werden und ab 1936 sogar zwei U-Boote vom Typ VII. Aber erst durch die Kündigung des deutsch-britischen Flottenabkommens im Juni 1938 hatten die Militärs freie Hand so viele U-Boote zu bauen, wie die Briten hatten.
    Die großen Werften waren besonderes Ziel der Bomberangriffe. Der U-Bootbau und deren Reparatur musste deshalb in große Betonbunker verlegt werden. Hierfür wurden die Bunker „Hornisse“ nahe der Weser-AG und „Valentin“ in Bremen-Farge gebaut. 1943 war Baubeginn. In der Schwaneweder Heide wurden riesige unterirdische Tanklager angelegt. Die Bunkerwände waren ca. 6 m dick. Anfang 1945 sollte der Bunker „Valentin“ fertig sein, aber durch mehrmalige Bomberangriffe wurde der Bunker nie fertig. Heute ist der Bunker in Bremen-Farge der größte der Welt.


    Bunker Valentin
    Bunker „Valentin“

    Rüstung in der Bundesrepublik

    Auch die Marine der Bundesrepublik brauchte Schiffe. Bremer Vulkan wurde so Generalunternehmer für das Fregattenprogramm F122 der Bundesrepublik. Sechs Kriegsschiffe wurden gebaut und fünf Werften wurden beauftragt. Die Werften bauten die Schiffe und AEG-Telefunken rüstete sie mit Waffen- und Waffenführungssystemen aus.
    Das Typschiff baute Bremer Vulkan selbst, bei den fünf übrigen lieferte Bremer Vulkan die Endausrüstung.
    Das Fregattenprogramm wurde aufgelegt, weil die deutsche Bundesmarine 1972 den Auftrag erhielt die Aktivitäten in der Nordsee zu intensivieren. Die Marine sollte im Ernstfall die Nachschublinien zwischen USA und Westeuropa sichern und sowjetische U-Boote jagen. Dies war die militärische Seite.
    Natürlich war die wirtschaftliche Seite mindestens genauso bedeutend. Die deutsche Werftindustrie lag in einer schweren Krise, denn der internationale Konkurrenzkampf war groß.

    Das Ende

    Der Glanz des Unternehmens verblasste daher in der Werftenkrise der 70er Jahren. Um vom Schiffbau unabhängiger zu werden, wurde in die Branchen Maschinenbau und Elektronik investiert. Der Vorstandsvorsitzende Friedrich Hennemann wollte Bremer Vulkan zu einem maritimen Weltkonzern machen. Doch der Vorstand kaufte vor allem Sanierungsfälle ein. Dies waren Firmen mit schlechten Perspektiven und hohem Risiko. Meist waren diese gekauften Firmen hohe Verlustbringer. Friedrich Hennemann Es bestand eine enge wirtschaftliche und politische Verbindung zum Bremer Stadtstaat, dessen Senat jahrelang die Augen vor der weltweiten Werftenkrise verschloss. Immer wieder wurden Bürgschaften, Subventionen oder indirekte Hilfen zum Erhalt vieler Arbeitsplätze geleistet. Hennemann war immer dabei, zunächst als Senatsdirektor und ab 1987 als Vulkan-Vorstand. Die übernommenen Maschinenbaufirmen brachten keine Synergien und Erträge. Durch die Subventionen anlässlich der Übernahme von Werften in Mecklenburg-Vorpommern verschaffte sich der Konzern kurzfristig die dringend benötigte Liquidität um Verluste bei den Töchtern und im Schiffbau auszugleichen. Eine Wende konnte aber nicht bewirkt werden, die Fördergelder waren bald „verzockt“.
    Auf der Hauptversammlung im Juni 1995 wurden die liquiden Mittel mit über 1 Milliarde DM angegeben. Einen Monat später wurde dies bezweifelt.
    Friedrich Hennemann musste im September 1995 zurücktreten. Sein Nachfolger wurde Udo Wagner. Der stellte fest:
  • die Bankschulden beliefen sich auf 1.4 Milliarden DM,
  • die Firma erhielt keine neuen Kredite von den Banken,
  • die EU-Kommission verlangte bereits gewährte Subventionen für die ehemaligen Ostwerften in Höhe von 850 Mio. DM zurück.
  • Als der Missbrauch der öffentlichen Gelder publik wurde, war das das Ende. Noch im ersten Monat als Vorstandsvorsitzender stellte Udo Wagner am 21.02.1996 einen Vergleichsantrag. Da aber die Mindestquote von 35 % für die Gläubigerbefriedigung nicht vorhanden war, musste im Mai 1996 Konkurs angemeldet werden. Im Dezember 1996 wurde die Schließung der Bremer Vulkan beschlossen. Das letzte Containerschiff verließ am 15.03.1997 die Werft, am 15.08.1997 gingen die Lichter aus auf den Werften. 23.000 Menschen hatten ihre Arbeit und viele ihre Existenz verloren. In Bremen endete nach mehr als 200 Jahren die Geschichte des Handelsschiffbaus.
    Hennemann wurde vor Gericht gestellt, großartig verurteilt wurde er jedoch nicht. Die Politiker, die den ganzen Schlamassel verursacht hatten, wurden noch nicht einmal angeklagt. Wenn Politiker Milliarden vergeigen, geht noch lange niemand ins Gefängnis und Staatsanwälte gab es in Bremen scheinbar auch nicht.


    Das blieb nach der Pleite
    Das blieb nach der Pleite übrig

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