CargoLifter AG

Bestätigungsurkunde CargoLifter

Bestätigungsurkunde, DIN A 4 quer, Blankette, ohne Namenseintrag, nicht entwertet
ohne Ort, ohne Datum, ohne Nummer

Abb. Kuppel, Spruch.
Das Aktienzertifikat der CargoLifter AG, des deutschen Luftschiffbauers, wurde seinerzeit über den Merchandizing Shop von Cargolifter vertrieben. Der Aktionär konnte hier selbst seinen Namen einfügen.
Text: „Der Inhaber dieser Bestätigung ist anteilig an der CargoLifter Aktiengesellschaft nach Maßgabe der Satzung als Aktionär beteiligt. Diese Urkunde stellt keine Aktie bzw. keinen Anteilsschein der CargoLifter AG dar. Es handelt sich lediglich um die Bestätigung, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt Aktien des Unternehmens erworben wurden.
Aus dieser Urkunde besteht kein Anspruch auf einen Anteil am Unternehmen. Der Nachweis über die Beteiligung an der CargoLifter AG wird nur durch das bei der Deutschen Börse geführte Aktienbuch dokumentiert.“

CargoLifter Aktiengesellschaft

Zwischenschein CargoLifter

Zwischenschein über 250 DM (50x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Abheftlochung oben
Wiesbaden, 24. Juli 1998, # 4513

Abb. Zeppelin über Weltkarte, Spruch.

Zwischenschein über 165 DM (33x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Abheftlochung oben
Wiesbaden, 03. Mai 1999, # 009837

Abb. Zeppelin über Weltkarte, Spruch.

Zwischenschein über 335 DM (67x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Abheftlochung oben
Wiesbaden, 05. Juli 1999, # 014658

Abb. Zeppelin über Weltkarte, Spruch.

Zwischenschein über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Wiesbaden, 04. Oktober 1999, # 018048

Abb. Zeppelin über Weltkarte, Spruch.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Entstehung und Börsengang

Der gelernte Jurist Carl Freiherr von Gablenz gründete in Wiesbaden die Cargolifter AG. Unternehmensziele waren „Entwicklung, Bau, Betrieb und Vermarktung von Großluftschiffen zum weltweiten Transport großer und schwerer Güter“. Es war eine der spektakulären Gründungen der Neuzeit, als das am 01.09.1996 gegründete Unternehmen im Mai 2000 an die Börse ging. Die Aktionärsstruktur war durch einen hohen Anteil von Kleinaktionären gekennzeichnet.


Luftschiff

Die Cargolifter AG war ein Unternehmen mit dem Ziel, ein Luftschiff zu entwickeln, das Lasten von bis zu 160 t transportieren sollte.
Zu diesem Zweck wurde im brandenburgischen Brand (Gemeinde Halbe) die größte stützenfreie Halle der Welt gebaut. Diese Halle mit dem Namen Aerium war 360x210x107 m groß. Die Halle sollte als Werfthalle dienen. Erster Spatenstich war am 02.05.1998, Einweihung am 30.11.2000. Das Land Brandenburg subventionierte den Bau der Halle mit mindestens 38 Mio. Euro, 2002 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von 4,15 Mio. Euro gewährt.


Werftanlage
CargoLifter Werftanlage, Brand

Das „Traumschiff“

Ein Symbol für das Deutschland im 21. Jahrhundert sollte es werden, „friedlich, nützlich, mutig und erstaunlich“ würde ein gewaltiges Luftschiff der Nation vom Himmel aus den Weg in die Zukunft weisen, so verkündeten es die Plakate im Bistro der Cargolifter-Erlebniswelt.
Der Prototyp des kleineren Transportballons „CL 75 Aircrane“, der im Oktober 2001 erstmals getestet wurde, war eine Eigenentwicklung. Die Teile wurden von einer amerikanischen Firma im Auftrag von CargoLifter gefertigt und bei CargoLifter endmontiert. Bei der Befüllung der Hülle wurde wegen der enormen Größe ein neuartiges Gasaustauschverfahren erfolgreich eingesetzt. Das geplante Großluftschiff „CL160“ wurde nie gebaut. Es wurden mehrere kleine Versuchsträger gefertigt, um die Eigenentwicklungen, wie Lastaufnahmesystem, Steuerung und Simulationssoftware, im kleinen Maßstab zu testen. Die Hülle des Prototyps des kleineren Kran- und Transportballons wurde bei einem Unwetter am 10.07.2002 zerstört. Schlimm war nicht, dass der Ballon zerstört war. Eine neue Hülle hätten die Techniker anfertigen können und immerhin hatte man wertvolle Messdaten gewonnen. Schlimm war, dass der Ballon die ganze Überheblichkeit der Luftschiffbauer verkörperte.

Insolvenz und Nachfolge

Es fehlte angesichts immer weiter ausufernder Entwicklungskosten an „fresh money“, so dass das Unternehmen am 07.06.2002 Insolvenz beantragen musste.
Am 11.06.2003 wurden die Halle und das sie umgebende 500 ha große Grundstück für 17,5 Mio. Euro, also etwa ein Viertel der Baukosten, an den malaysischen Konzern Tanjong verkauft. Er errichtete in der Halle ein „künstliches Tropenparadies“ mit angeschlossenem Hotelbetrieb. Die Baugenehmigung für das Vorhaben „Tropical Islands“ wurde am 02.02.2004 erteilt. Die Eröffnung erfolgte am 19.12.2004.
Das SkyShip-600-Luftschiff mit dem Spitznamen „Charly“, das Cargolifter für Trainings- und Forschungszwecke angeschafft hatte, wurde mit abgelaufener Zulassung (D-LCLA) für 150.000 € an die schweizerische Skycruise verkauft, die damit u.a. bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Rundflüge durchführte.
Die immateriellen Güter wie Verwertungsrechte, Unterlagen und Archive wurden am 24.08.2005 von der Verwertungsgesellschaft „Air Brand GmbH“ an die ZLT nach Friedrichshafen verkauft.
Die Aufsichtsräte der insolventen CargoLifter AG gründeten 2005 die CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A. mit 250.000 Euro Grundkapital. Gegenstand des Unternehmens waren die Vermarktung und Nutzung der Leichter-als-Luft-Technologie für das Heben und Transportieren von Frachten und Gegenständen. Zweck der Gesellschaft war es die Entwicklung dieser Technologie voranzutreiben. Eine Beteiligung an dem neuen Unternehmen wurde zunächst nur Altaktionären angeboten, auf deren Initiative die Neugründung überhaupt erst zustande gekommen war.
Des Weiteren gab es noch ein konkurrierendes Unternehmen, die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH in Friedrichshafen, die nicht mit der Cargolifter AG verflochten war.


Werftanlage
CargoLifter im Sinkflug

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