Namensaktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main“, lochentwertet im Siegel
Abb. Firmensignet, auch mehrfach im Unterdruck. |

Des Kaisers Offiziere: knapp bei KasseDass Offiziere knapp bei Kasse waren, galt in Preußen und auch im Reich als ausgemacht. Das war im Grunde auch erwünscht. Denn, so der Kaiser: „Je mehr anderwärts Luxus und Wohlleben um sich greifen, um so ernster tritt an den Offiziersstand die Pflicht heran, nicht zu vergessen, dass es nicht materielle Güter sind, welche ihm die hochgeehrte Stellung im Staat und in der Gesellschaft erworben haben.“ |
Eine große Versorgungslücke war zu schließenNatürlich gab es bereits Lebensversicherungen, als die „Lebensversicherungs-Anstalt für die Armee und Marine“ gegründet wurde. Offiziere aber gelangten wegen des Kriegsrisikos kaum hinein. Die „Offizier-Militär-Witwen-Kasse“, die 1792 gegründet worden war, zahlte an Waisen überhaupt nichts, an Witwen je nach Beitragshöhe jährlich zwischen 75 und 1500 Mark. Schon allein das Eintrittsgeld für die Kasse war für viele ein unüberwindliches Hindernis. |
Der Krieg, Zahlen zwischen Wahn und TodDer deutsche Angriffskrieg und der millionenfache Tod mussten sich auf einen Militär- und Beamtenversicherer besonders stark auswirken. Bald überstieg die Zahl der Kriegstoten die der Neuzugänge. Die fälligen Auszahlungen stiegen von 37 Mio. RM 1939 auf 191 Mio. Im Jahr 1944. Die Sterblichkeitsverluste, auch der Zivilbevölkerung, übertrafen jedes bisher bekannte Maß. |
Vom Lebens zum AllroundversichererDas Wirtschaftswunder veränderte auch die Versicherungsbedürfnisse der Menschen. Es galt nicht mehr nur das Alter abzusichern, sondern auch materielle Dinge. 1958 wurde die „Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft der Deutschen Beamten-Versicherung“ gegründet. Der erste Schritt zum Versicherungskonzern war getan. Es folgten die Beteiligung an der Allgemeinen Hypothekenbank, Kooperationen mit Kranken- und Rechtsschutz-Versicherungsunternehmen, Beteiligungen an Investmentgesellschaften, die Gründung einer eigenen Rückversicherung sowie die Verschmelzung von eigenen und übernommenen Versicherungen. |