Deutsche Telekom Aktiengesellschaft

Aktie Deutsche Telekom
Vorderseite

Aktie Deutsche Telekom
Rückseite

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster auf Normalpapier, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Bonn, November 1996, # 00000000

Abb. das Design der farbenfrohen T-Aktie symbolisiert die faszinierende technologische Vielfalt der Tele-Kommunikation. Vier bedeutende deutsche Physiker, Georg Simon Ohm, Johann Phillip Reis, Heinrich Hertz und Karl Ferdinand Braun, stehen mit ihren Erfindungen für Meilensteine auf dem Weg zur modernen Telekommunikation. Die Sinnesorgane Auge, Ohr und Mund stellen die Grundlage der Kommunikation von „Mensch zu Mensch“ dar. Diagramme weisen auf unterschiedliche Übertragungsarten hin.
dito Muster auf Hochglanzpapier (Pressebild), 23,9 cm x 17,8 cm, die Rückseite beschreibt das Design der Aktie in deutscher, englischer und französischer Sprache mit dem Text „Kleinkunst für T-Aktionäre“ (siehe Bild).
dito Muster, aufgedruckt „Entwurf“, 26,8 cm x 18,9 cm, # 012345678

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Anfänge

Zuerst war die Telekom ein Beamtenapparat. 1989 begann die Umwandlung der Telekom von einer Ministerialbehörde zu einem global agierenden Unternehmen der Telekommunikation. Es wollte zum „kundenfreundlichsten, sympathischsten und erfolgreichsten“ seiner Branche werden. Aber fast fiel es dem Globalisierungswahn zum Opfer und dem schwachsinnigen Ersteigern der UMTS-Lizenzen in schwindeleregende Höhen.

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom AG in ihrer späteren Form entstand am 01.01.1995 mit dem Inkrafttreten der zweiten Postreform aus der früheren Deutschen Bundespost Telekom, zunächst mit dem Bund als alleinigem Aktionär.

Börsengang

Unter Ron Sommer erfolgte am 18.11.1996 der Börsengang der Telekom. In einer bis dahin beispiellosen Werbekampagne wurde der Begriff der T-Aktie geprägt. Der Erstausgabepreis betrug 28,50 DM (14,57 €). Das entsprach einem Erlös von 10,0 Mrd. €. Später folgten noch eine zweite und dritte Tranche.
Die Deutsche Telekom hatte beim Börsengang 1996 Inhaberaktien emittiert. Nach dem Hauptversammlungsbeschluss von 1999 wurde die T-Aktie im Januar 2000 von Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt. Mit der Umstellung bekam Sie die WKN 555750.
Effektive deutsche Aktienurkunden der Telekom hat es aus Kostengründen für die Aktionäre nie gegeben. Zum Börsengang 1996 wurden von der Bundesdruckerei Specimen mit der Nr. 000 herausgegeben, die in einer begrenzten Stückzahl von der Pressestelle der Deutschen Telekom verteilt wurden. Alle Telekom-Aktien sind ansonsten global verbrieft und können nicht effektiv ausgeliefert werden. Es handelt sich um kein gültiges Wertpapier, aber ein Wertpapier-Nachdruck (Digitalprint).

Erste Schritte

Mit dem Inkrafttreten des Telekommunikationsgesetzes im Januar 1998 fiel das im Fernmeldeanlagengesetz der Telekom staatlich garantierte Monopol für den Telefondienst in Deutschland. Zur Herstellung von Chancengleichheit für Wettbewerber mit dem ehemaligen Monopolisten wurde die Regulierungsbehörde gegründet. Deren Aufgabe war es, das ehemalige Monopolunternehmen Deutsche Post zu entflechten, als Privatunternehmen lebensfähig zu machen und für Wettbewerb auf dem Post- und Telekommunikationsmarkt zu sorgen.
Ebenfalls aus wettbewerbsrechtlichen Gründen musste die Telekom auf Druck der EU-Kommission ihr deutschlandweites Breitbandkabel-Netz verkaufen. Das Netz wurde in mehreren Teilen an unterschiedliche Investoren verkauft. Insgesamt zog sich der Prozess ab 1999 über mehrere Jahre hin, bis Mitte 2003 die letzten Anteile verkauft waren.

Das neue Jahrtausend

Die „Deutsche Telekom“ gehörte zu den größten Telefongesellschaften der Welt und war in vier Gesellschaften gegliedert:
T-online (Dienste rund um das Internet), T-Mobil (Mobilfunk), T-Systems (System- und Sicherheitsdienstleistungen) und T-Com (Dienste rund um das Festnetz). An die Börse wurde jedoch nur T-Online am 17.04.2000 zum Stückpreis 27 € (Erlös 2,7 Mrd. €) gebracht.
Deutsche Telekom Bonn
Deutschen Telekom AG Bonn
Ersteigert wurden die deutschen UMTS-Lizenzen im Juli⁄August 2000 durch T-Mobile für 8,48 Mrd. € und gekauft im Mai 2001 die US-amerikanischen Mobilfunkunternehmen Voicestream und Powertel für ca. 39,4 Mrd. € (inkl. übernommener Schulden). Wegen des hohen Preises und der damit verbundenen hohen Schuldenlast des Konzerns wurde insbesondere das VoiceStream-Engagement öffentlich stark kritisiert. Anfang 2001 führte eine Wertberichtigung von Immobilienwerten um ca. 2,2 Mrd. Euro in der Bilanz für 2000 zu einer Klagewelle von Privataktionären, die sich betrogen fühlten.
Zunächst wurden die Schulden abgebaut. Im April 2005 wurden die Anteile von T-Online wieder zurückkaufte. So sollte die konzerninterne Konkurrenz zwischen T-Online und den DSL-Anschlüssen der T-Com verringert werden.
Im April 2006 verkaufte der Bund einen Anteil von 4,5 % an der Telekom für 2,7 Mrd. Euro an die Blackstone-Gruppe, was für einen Aufsichtsratsposten genügte. Es wurde vermutet, dass man sich von der Beteiligung auch einen positiven Effekt auf die noch immer niedrigen Aktienkurse erwartete.

Ab 2007

Ein Sanierungsplan führte im Frühjahr 2007 zu einem massiven Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom, in dessen Folge über 50.000 Mitarbeiter in die Tochtergesellschaft T-Service ausgegliedert wurden.
Ende Mai 2008 wurde durch einen Spiegel-Artikel die Telekom-Überwachungsaffäre der Öffentlichkeit bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte in diesem Zusammenhang Ermittlungen gegen leitende Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder der Deutschen Telekom eingeleitet. Im Oktober 2008 wurde durch weitere Spiegel-Recherchen die Telekom Blickpunkt der Öffentlichkeit, nachdem bekannt wurde das ca. 30 Mio. Kundendaten der Mobilfunktochter T-Mobile ohne großen Aufwand über das Internet abgerufen und manipuliert werden konnten.

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