Deutsche Linoleum-Werke Aktiengesellschaft

Aktie Deutsche Linoleum AG

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim (Württ.), Oktober 1951, # 004669

Abb. „DLW“ in den vier Ecken.
Auflage: 15.785 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim (Württ.), Juni 1961, # 093196

Abb. „DLW“ in den vier Ecken.
Auflage: 12.500 St.

DLW Aktiengesellschaft

Aktie DLW AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim (Württ.), Juli 1972, # 120484

Abb. Firmensignet „DLW“ in allen vier Ecken.
Auflage: 34.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim-Bissingen, April 1978, # 150118

Abb. Firmensignet „DLW“ in allen vier Ecken.
Auflage: 2.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim-Bissingen, Dezember 1978, # 153421

Abb. Firmensignet „DLW“ in allen vier Ecken.
Auflage: 600 St.

Aktie über 1 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bietigheim-Bissingen, Februar 1999, # 500945

Abb. Firmensignet „DLW“ in allen vier Ecken.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Linoleum

Vorläufer des Linoleums war das Wachs- oder Öltuch, dessen Erfindung bereits in einem Patent aus dem Jahre 1627 beschrieben wurde. Mehr als 100 Jahre später fand es auch als Bodenbelag Verwendung.
Linoleum selbst war ein von dem englischen Chemiker Frederick Walton 1863 entwickelter Bodenbelag. Linoleum war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein günstiger und verbreiteter Baustoff, der jedoch seine marktbeherrschende Rolle in den 50er Jahren verlor. Statt dessen gewannen vor allem PVC-Beläge an Bedeutung. Anfang der 1980er Jahre bekam der gerne als natürlich bezeichnete und einigermaßen problemlos zu kompostierende Baustoff im Zuge des wachsenden Umweltbewusstseins eine neue Bedeutung und wurde auch zunehmend wieder im Wohnungsbau eingesetzt.
Linoleum besteht hauptsächlich aus Leinöl, Baumharzen. Kork- und Holzmehl, Jutegewebe und Farbstoffen. Das Jutegewebe, welches eine robuste Trägerschicht darstellt, wurde früher mit einem Fäulnis-Schutzanstrich versehen, der heute aber nicht mehr verwendet wird. Vorteile sind vor allem die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Teer. Linoleum ist antistatisch. Linoleum ist schwer bis normal entflammbar. Auch ist Linoleum nicht sehr punktlastresistent und nicht für den Einsatz in Feuchträumen geeignet. Außerdem ist Linoleum sehr empfindlich gegen Alkalien und wird von diesen chemisch abgebaut. In der Kunst wird Linoleum für die graphische Technik des Linolschnitts verwendet.

Gründung

Eine Linoleumfabrik wurde 1891 auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusl gegründet. Die Linoleumfabrik wurde durch einen Brand im Jahre 1894 zerstört und in den Jahren 1894-95 wieder aufgebaut. Die Neugründung unter der Firma Linoleumwerke Nairn AG fand am 11.10.1900 statt. Geändert wurde der Name der Firma in Germania Linoleum-Werke AG und am 22.10.1926 in Deutsche Linoleum-Werke AG. Das Hauptprodukt Linoleum fand guten Absatz im Deutschen Reich und wurde als „Maximiliansauer Linoleum“ zum begehrten Artikel im In- und Ausland. Dafür sorgten 1927-29 über 500 Mitarbeiter.

Entwicklung

1926 erfolgte der Zusammenschluss der Adlerwerke mit den Linoleumwerken in Delmenhorst und in Bietigheim zur Deutschen Linoleumwerke Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin. Um 1930 wurde das Werk in Bietigheim auf Grund der damaligen schlechten Weltwirtschaftslage im Zuge der Rationalisierung stillgelegt. Auf Drängen der Regierung lief die Produktion 1933 mit 120 Leuten wieder an. Neben Linoleum wurde nun auch Stragula hergestellt.
Am 13.01.1945 beim Angriff auf die Rheinbrücke wurde die Fabrik schwer beschädigt und teilweise auch zerstört.


Werk Maximiliansau
In der Nähe von Karlsruhe wurde das schwer zerstörte Werk Maximiliansau wieder auf gebaut

Nachkriegszeit

1950 wurde die Produktion von PVC-Sohlen mit ca. 100 Mitarbeitern aufgenommen und einzelne Gebäude wurden verpachtet. Nach dem Wiederaufbau beschränkte sich die Produktion dann auf Stragula und Bodenfliesen aus Kunststoff. 1952 begann die Produktion von Maxit-Fliesen und 1954 nach der Fertigstellung neuer Reifekammern und mechanischer Transportwege die Linoleum-Produktion. 1957 stieg die Belegschaft auf 500 Mitarbeiter an. Die Straguladruckerei erhielt im gleichen Jahr einen Anbau und wurde auf 3-Schichtbetrieb ausgebaut. Zwischen 1955-57 entstanden ein neues Bürogebäude, drei Lagerhäuser, ein Sozialgebäude mit Kantine, eine Werkstatt und die K-Zementanlage. 1958 begann der Bau der Maxitfliesenabteilung und im gleichen Jahr sorgte die Errichtung eines Kraftwerkes für die Unabhängigkeit von der Stromversorgung.
Ab 1965 wurde die Zahl der Beschäftigten reduziert und schrumpfte bis 1968 von knapp 1000 auf 340 Mitarbeiter. Endgültig geschlossen wurde das Werk 1976⁄77. Die folgenden 30 Jahre vergingen und die Industrieanlage blieb sich selbst überlassen. 2004 begann der Abriss.

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