GRAPHITWERK KROPFMÜHL AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Graphitwerk Kropfmühl

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
München, Mai 1998, # 00084

Abb. von zwei Hammerschlegeln und „GK“ in vier Ecken.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Graphit

Graphit ist Kohlenstoff pur, der gleiche Grundstoff wie echte Diamanten, aber auch wie Ruß. Schon die alten Griechen nutzten den Werkstoff als Farbe zum Schreiben.
Graphit kennt jeder. Es steckt als Mine in jedem Bleistift. Aber die wenigsten wissen ist, dass Graphit als Rohstoff der Zukunft gilt, mit unvergleichlichen Eigenschaften für die die Computertechnik, bei der Herstellung von Hochleistungsbatterien, bei Dämmung und Feuerschutz und auch als Schlüsselbaustein im Bereich der Nanotechnologie. Das Zentrum der deutschen Graphitindustrie ist im Bayerischen Wald. Über Jahrhunderte war die Graphitgewinnung in Niederbayern eine echte Goldgrube für die Bayerwald-Bauern. Im Sommer bestellten sie ihre Felder, im Winter holten sie ihre Ernte unter Tage. Die Schürfrechte wurden den Landwirten dann im Lauf der Zeit abgekauft, zu damals unvorstellbar hohen Preisen.

Anfänge

Das Graphitwerk Kropfmühl wurde 1870 gegründet, womit der industrielle Graphitabbau hier begann. Das Unternehmen gehörte lange Zeit zur Anna Langheinreich KG. 1877erhielt man ein Patent über ein „Verfahren zur Reinigung von Graphit“.

Aktiengesellschaft

Am 05.12.1916 wurde dann die Graphitwerke Kropfmühl AG gegründet. Die Anna Langheinrich KG zählte zu den Gründern und brachte ihren Betrieb ein.

Neuere Zeit

1956 kam es durch den Einsatz moderner Verfahrenstechnik zur Herstellung hoher Reinheitsgrade von bis zu 99,98 %. Rohstoff wurde durch ein Joint Venture (50 %) in Simbabwe 1965 gesichert. 1966 errichtete das Unternehmen ein Zweigwerk in Wedel bei Hamburg zur Verarbeitung von importierten Rohstoffen. Die Edelgraphit GmbH in Bad Godesberg, ein Hersteller von Schmier- und Trennmitteln auf Graphitbasis wurde 1980 erworben. 1985 wurde die Feinmahlungsanlage im Werk Kropfmühl erweitert und modernisiert.
Seit Dezember 1997 war die Gesellschaft auch an der Börse notiert. Das Unternehmen betrieb das einzige Bergwerk für makrokristallinen Graphit in der Europäischen Union. Außerdem bestanden Beteiligungen an Graphitbergwerken in China, Sri Lanka und Zimbabwe. 2002 wurde ein ein Kompetenzzentrums für Graphit am Standort Kropfmühl errichtet.


Ansicht Werk

Besucherbergwerk Graphitwerk Kropfmühl

Ein bisschen Zeit sollten man schon haben, wenn man mit der Familie, dem Club, oder der Schulklasse zum Besucherbergwerk kommt. Es gibt viel zu sehen, schöne alte, nostalgische Maschinen, einen Videofilm, glitzernde Mineralien, ein lebendiges Bergwerk. 1984 wurde der Geopfad Kropfmühl eröffnet.
Wie ein Bergmann mit Helm und Kittel sieht man aus bei der außergewöhnlichen Reise in die faszinierende Welt des Bergbaus. Hier wird der Graphit des Bleistifts gewonnen, aber man sieht auch die anderen Verwendungen dieses erstaunlichen Minerals. Weitere Informationen gibt es im Museum.

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