HARPENER BERGBAU-AKTIEN-GESELLSCHAFT

Aktie Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft

Namensaktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Frau Margarete Schmidt“ u.a., lochentwertet
Dortmund, Mai 1953, # 2011774

Abb. zwei Vignetten mit Firmensignet und von Händen getragenes Grubenlicht.

Namensaktie über 1.000 DM (10x100), DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Frau Eva Hornig“ u.a., lochentwertet im Siegel
Dortmund, Mai 1953, # 1132181 bis 1132190

Abb. zwei Vignetten mit Firmensignet und von Händen getragenes Grubenlicht.

Teilschuldverschreibung Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft

4 ½ % Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 500 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 21-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, ohne Kontrollunterschrift, 4 S., Abheftlochung links
Dortmund, Januar 1959, # 00000

Abb. Hände mit Grubenlicht unten.

HARPENER AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Harpener AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Abheftlochung oben und unten
Dortmund, 1. Dezember 1971, # 19938

Abb. zwei Vignetten mit Firmensignet und von Händen getragenes Grubenlicht.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 11-30 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet am Siegel, # ohne Nummer

Aktie, Lit. A, über 1.000 DM (10x100), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Dortmund, 1. Dezember 1971, # 03232

Abb. zwei Vignetten mit Firmensignet und von Händen getragenes Grubenlicht.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 11-30 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Dortmund, Juli 1978, # 00054

Abb. zwei Vignetten mit Firmensignet und von Händen getragenes Grubenlicht.
Auflage: 30.000 St.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, Kuponbogen Nr. 17-30 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet, # ohne Nummer

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Gründung

Gegründet wurde das Unternehmen im Januar 1856 mit einem Kapital von 1 Mio. Thaler unter Übernahme von zwölf Kohlenfeldern in der Nähe des Dorfes Harpen, unweit Bochum, inmitten des Felderbesitzes der Gesellschaft. Initiator und erster Verwaltungsratsvorsitzender war der Dortmunder Arzt Dr. Friedrich Wilhelm Müser (1812-1874), dessen Vorfahren sich bereits im 18. Jahrhundert um den Steinkohlenbergbau bemüht hatten. Noch im Gründungsjahr wurde mit dem Aufbau der Zeche Prinz von Preußen bei Bochum-Werne und Heinrich Gustav bei Altenbochum begonnen. 1859 begann die regelmäßige Förderung, die Kokserzeugung wurde 1861 aufgenommen.

Börsengang und Aufstieg

1870 erfolgte der Börsengang des Unternehmens. Noch vor der Jahrhundertwende war Harpen zum Unternehmen mit der höchsten Fördermenge des Ruhrgebietes herangewachsen.


Siedlung Zeche Amalia-Werne
Siedlung Zeche Amalia-Werne

1926 wurde die Zeche „Massen“ durch die Gewerkschaft „Siebenplaneten“ von der Buderus-Eisenwerke AG Wetzlar erworben. Es folgte die Errichtung einer Zentralkokereianlage auf der Zeche „Gneisenau“. 1934 erwarb der Flick-Konzern einen maßgeblichen Kapitalanteil. 1937 hatte die Gesellschaft ihre größte Ausdehnung erreicht, mit zehn Zechen, die in vier Gruppen gegliedert waren. 1940 ging die Zechengruppe Herne sowie die Zeche Victoria mit der Gewerkschaft „Victoria Fortsetzung“ auf die „Reichswerke Hermann Göring“ gegen Gewährung von Aktien der „Anhaltischen Kohlenwerke“ über.

Nachkriegszeit

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen in die Harpener Bergbau AG und die Essener Steinkohlenbergwerke AG zerschlagen. Im Frühjahr 1954 übernahm der französische Stahlkonzern Sidechar das Flick´sche Aktienpaket und nutzte Harpen fortan für den eigenen Bedarf an Koks und Kohle. In den Jahren 1960-1969 erfolgten diverse Stilllegungen von Zechen, Kokereien und Gewerkschaften. Harpen erhielt dafür einen Einbringungsanspruch, der über 20 Jahre getilgt werden sollte.

Umstrukturierung

Im Zuge der Konsolidierung der deutschen Kohleförderung brachte Harpen seine Bergbauaktivitäten 1969 in die Ruhrkohle AG ein. In Firmenbesitz verblieben unter anderem die Energiewirtschaft, ein umfangreicher Wohnungs- und Flächenbestand, die Binnenschifffahrt sowie etliche Beteiligungen. Man konzentrierte sich daher auf die Verwaltung des Immobilienbesitzes, Logistik und Energiewirtschaft. 1970 kam es deshalb zur Umfirmierung in „Harpener Aktiengesellschaft“.

Übernahme

1992 übernahmen die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen und die Westdeutsche Landesbank unter Friedel Neuber das Unternehmen. Durch die Fusion von VEW und RWE gelangte das Unternehmen zur RWE Power, die das Unternehmen zunächst als Kompetenzzentrum für Regenerative Energie führte. Die ursprüngliche Sparte regenerative Energiererzeugung ging in der RWE-Kraftwerkssparte auf, der Bereich Fernwärme wurde der RWE Energy zugeschlagen. Seitdem betätigte sich das Unternehmen ausschließlich im Immobilienbereich.
Bekannt wurde Harpen am Kapitalmarkt auch für seine endlos laufende Anleihe, die auf Grund ihres Modellcharakters auch in Finanzierungs-Kursen oft als Beispiel benutzt wurde.
Seit 2005 war das Unternehmen nicht mehr an der Börse gelistet.

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken