Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien

Vorzugsaktie Henkel

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 14-20 (inkl. Erneuerungsschein), stempelentwertet rückseitig
Düsseldorf, Oktober 1985, # 005662

Abb. dekoratives Portrait des Firmengründers Henkel und stilisierte Weltkarte.

Vorzugsaktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 14-20 (inkl. Erneuerungsschein), stempelentwertet rückseitig
Düsseldorf, Oktober 1985, # 101736

Abb. dekoratives Portrait des Firmengründers Henkel und stilisierte Weltkarte.
dito perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # ohne Nummer

Vorzugsaktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Düsseldorf, Oktober 1985, # 301732

Abb. dekoratives Portrait des Firmengründers Henkel und stilisierte Weltkarte.

Aktie Henkel

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, Juli 1996, # 00000000

Abb. Firmensignet, Portrait des Firmengründers Henkel im Unterdruck.

Aktie über 50 DM (10x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, Juli 1996, # 00000000

Abb. Firmensignet, Portrait des Firmengründers Henkel im Unterdruck.

Vorzugsaktie Henkel

Vorzugsaktie über 5 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Düsseldorf, Juli 1996, # 00014577

Abb. Firmensignet, Portrait des Firmengründers Henkel im Unterdruck.

Vorzugsaktie über 50 DM (10x5), DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, Juli 1996, # 00000000

Abb. Firmensignet, Portrait des Firmengründers Henkel im Unterdruck.

Vorzugsaktie über 2.500 DM (500x5), DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, Juli 1996, # 00000000

Abb. Firmensignet, Portrait des Firmengründers Henkel im Unterdruck.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Der Anfang

Angefangen hat die imposante Geschichte des Unternehmens in einem Aachener Vorort. Anno 1876 gründete der damals 28-jährige Kaufmann Fritz Henkel zusammen mit zwei Kompagnons die „Universalwaschmittelfabrik“ Henkel & Cie. Schon bald wurde es jedoch dem umtriebigen Unternehmer zu klein in der beschaulichen Stadt Aachen, so dass der komplette Standort 1878 nach Düsseldorf verlegt wurde.

Henkel Holthausen

„Frauenliebling“

Fritz Henkel, der ein Hang zu den Naturwissenschaften hatte, war der Mann der Stunde, was die geheimsten Wünsche der Frauen betraf. Das lästige Schrubben der Wäsche und ein oft zeitaufwendiges Bleichen versetzte so manche Frau vor immer wiederkehrende Probleme. Erstes Hilfsmittel für die gestresste Hausfrau war die 1878 erschienene Bleich-Soda, eine Waschmittelsubstanz, die immerhin eine erste Erleichterung für die „Waschfrauen“ erbrachte. Zum damaligen nicht unbedingt günstigen Preis von 10 Pfennig pro 500-Gramm-Paket wurde der Vorläufer für das später bekannteste Produkt verkauft. 1896 wurde die Marke Henkel´s Bleichsoda in das Warenzeichenregister eingetragen. Henkel-Produkte wurden zu dieser Zeit bereits in 280 Orten des Deutschen Reichs abgesetzt.

Geburtstunde von Persil

1907 gelang Henkel mit dem ersten selbsttätigen Waschmittel der endgültige Durchbruch. Das nach seinen Bestandteilen Perborat und Silikat benannte Vollwaschmittel ist auch heute noch der Renner bei den Waschmitteln. Auch im Duden ist Persil verzeichnet. Synonym für Waschmittel ist die Marke Persil ein Begriff für jedermann(frau). Auch die damaligen Marketingfachleute hatten ein Gespür für die damaligen Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung. Mit der Einführung der „Weißen Dame“, die berühmteste Werbefigur für Persil und dem Slogan „Persil bleibt Persil“ wurde ein Stück Persilgeschichte geschrieben.
Zwischen 1927 und 1932 nutzte Henkel wieder einmal neue Werbemethoden wie Tonfilme, Hörfunk, Himmelsschreiber, die erste Neonreklame und nächtliche Wolkenprojektionen. Henkel und der Lever-Konzern teilten die Welt in Persil-Interessengebiete auf. Zu Lever gehörten danach England und Frankreich mit deren Kolonien, zu Henkel der Rest der Welt.


Waschküche um 1920
Waschküche um 1920

Die Produktpalette wächst

Nach der erfolgreichen Einführung von Persil wurde das Sortiment kontinuierlich erweitert. Neben dem auch noch heute bekannten Haushaltsreiniger ATA, wurden erstmalig in Deutschland auch Spül- und Reinigungsmittel unters Volk gebracht. Noch vor dem 2. Weltkrieg kannte die Innovationsfreudigkeit Henkels fast keine Grenzen, so dass mittlerweile alle benötigten Haushaltsreinigungsmittel für die Verbraucher zur Verfügung standen.
Gepaart mit munterer Hörfunkwerbung und dem ersten Henkel Werbespot „Wäsche - Waschen - Wohlergehen“, wurden die damals noch werbeaufnahmefähige Bevölkerung gezielt für Henkel-Produkte sensibilisiert. Der 2. Weltkrieg machte die Bemühungen um weitere Expansionspläne und eine Ausdehnung des bestehenden Sortiments erst einmal zunichte. Die von den Nazis propagierte Gleichschaltung traf auch Henkel, so dass die Herstellung eines staatlich verordneten Einheitswaschmittels den Weg der Firma zunächst bestimmte.
Bombenangriffe auf Düsseldorf trafen 1943 auch die Henkel-Werke. In Düsseldorf-Holthausen brannte im Juni unter anderem die Relatin-Anlage. Am 03.11. gingen alle Abteilungen der Thompson-Werke in Flammen auf. Nach dem zehnten Angriff 1944 war Thompson in Düsseldorf zu 80 % zerstört.

Der Wiederaufbau

Die Kriegslasten und der damit verbundene Wiederaufbau ging auch bei Henkel nicht ohne tief greifende Spuren vorüber. Der Neuanfang unter der Besatzungsmacht gestaltete sich als nicht unproblematisch.
1945 wurde das Henkel-Werk durch amerikanische Truppen besetzt. Fünf Mitglieder der Familie Henkel, der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates wurden verhaftet. Am 21.11.1949 kehrten die rehabilitierten Mitglieder der Familie Henkel in die Firma zurück und wurden wieder in ihre früheren Rechte eingesetzt. Am 10.12. setzte Henkel eine Neuordnung der Geschäftsführung und des Beirats in Kraft.
Für Westdeutschland erschien eine Demontageliste mit 918 Werken, zu denen auch Henkel gehörte. Teile der Düsseldorfer Öl-, Glycerin- und Waschmittelfabrik wurden unverzüglich demontiert. Mit einer groß angelegten PR-Kampagne, die bis in die USA wirkte, konnte die geplante Demontage von 70 % der Henkel-Kapazität verhindert werden.
Bereits 1950 war der Evergreen Persil in den Läden wieder zu haben und auch neue Produkte wie Schauma und Pattex erweiterten das Spektrum der Produkte. Im Februar 1953 begann die Produktion in der Metylan-Fabrik. In Deutschland wurde Metylan zu der bekanntesten Dachmarke unter den Tapezier-Klebstoffen. Im Ausland vertrieb Henkel das Produkt auch unter den dort jeweils bekannten Markennamen. Gleichzeitig begann die ökologische Forschung bei Henkel.
Die Tochter Dreiring in Krefeld führt 1954 die Seife Fa ein, eine Feinseife neuen Stils aus hochwertigen pflanzlichen Ölen und tierischen Fetten. Ab 1970 um eine Serie von Deodorants, Dusch- und Schaumbädern erweitert, wurde Fa zu einer der bekanntesten Körperpflege-Dachmarken.

Henkel Prittstift

Alte Werte neue belebt

1977 wurde das Unternehmen in eine KGaA umgewandelt. Der Wunsch des Firmengründers Fritz Henkel, das Unternehmen in der Familie zu halten, ging dabei weiterhin auf. Auch wenn der Konzern längst von externen Managern geleitet wurde, hattte die Familie das letzte Wort. Die Leitsätze des „alten Herrn“ wie Fleiß, Sparsamkeit und Ehrbarkeit galten, wenngleich die Firmenphilosophie sich dem Zeitgeist anpasste.
Neben dem starken Fokus auf die Marke, rückten auch quantitative Ziele in den Vordergrund. Shareholder Value und Effizienz machten auch vor einem familiär geprägten Unternehmen nicht halt. Dennoch prägten auch altruistisch anmutende Werte das Unternehmen, vor denen das neue Management sich nicht verschloss. Partnerschaftliche Zusammenarbeit und das Streben nach Produkten, die anderen Menschen das Leben erleichtern, schlossen Gewinnmaximierung und Aktienkurspflege nicht aus.

Akquisitionen als Investition in die Zukunft

Auch Henkel blieb von der sich hinschleppenden Konjunktur nicht verschont und musste an seinem Stammsitz Stellen streichen. Dennoch konnte sich der Konzern durch immer neue Akquisitionen auch im Ausland und durch innovative Produkte dem hiesigen Negativtrend weitestgehend entziehen. So wurde z.B. 1995 die Firma Schwarzkopf, ein bedeutendes Kosmetikunternehmen, übernommen.

Die Marke macht’s

Neben gezielten Akquisitionen setzte der Konzern konsequent auf seine Markenartikel, die, wie bei kaum einem anderen deutschen Unternehmen, eng mit der eigenen Geschichte verbunden waren. Dennoch ruhte man sich nicht auf den Lorbeeren aus, der Markt für Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte war umkämpft. Fiel zu Fritz Henkels Zeiten die Konkurrenz eher bescheiden aus, kämpften nun neben zig Markenartikeln auch so genannte No-Name-Produkte um die Gunst der Verbraucher. Daher galt es mehr denn je, das Beste zu geben, wie schon der Slogan für Persil versprach.


Henkel Eisenbahnwaggon
Henkel Güterwagen

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