HERLITZ AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Herlitz AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 31-40 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Berlin, September 1977, # 234828

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kupons Nr. 17-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Berlin, August 1981, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Vorzugsaktie Herlitz AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Berlin, Juli 1980, # 074132

Abb. Firmensignet oben.

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Berlin, September 1981, # 153301 bis 153320

Abb. Firmensignet oben.

Optionsschein Herlitz AG

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Optionsschuldverschreibung über 1.000 DM einer 7 % DM-Optionsanleihe für 1 Aktie im Nennbetrag von 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons C-F unten anhängend, 89⁄99, nicht entwertet
Berlin, August 1989, # 02621

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 20.000 St.

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Optionsschuldverschreibung über 1.000 DM einer 7 % DM-Optionsanleihe für 4 Aktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons C-F unten anhängend, 89⁄99, nicht entwertet
Berlin, August 1989, # 21285

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 20.000 St.

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Optionsschuldverschreibung über 10.000 DM einer 7 % DM-Optionsanleihe für 10 Aktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons C-F unten anhängend, 89⁄99, nicht entwertet
Berlin, August 1989, # 42043

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 8.000 St.

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Optionsschuldverschreibung über 10.000 DM einer 7 % DM-Optionsanleihe für 40 Aktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons C-F unten anhängend, 89⁄99, nicht entwertet
Berlin, August 1989, # 50302

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 8.000 St.

HERLITZ INTERNATIONAL TRADING AKTIENGESELLSCHAFT

Musteraktie der Herlitz International Trading

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), perforiert „Muster“, aufgedruckt „ungültig“ und „Probedruck“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Ismaning, März 1990, # 000000

Abb. Firmensignet „HIT“.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Gründung

Die Gründung erfolgte am 21.09.1904 als Großhandlung für Papier- und Schreibwaren durch den gelernten Buchhändler Carl Herlitz in Berlin-Schöneberg. 1929 gehörte die Firma bereits zum Mittelfeld der Berliner Schreibwaren-Großhandlungen und beschäftigte 8-10 Mitarbeiter.

Logos von Herlitz

Krise und Aufstieg

Die Folgen des 1. Weltkrieges und der Beginn der Weltwirtschaftskrise wirkten sich auch auf die Großhandlung massiv aus, weshalb nur drastische Sparmaßnahmen und persönliche Einschränkungen des Inhabers den Konkurs verhinderten.
1935 schied Carl Herlitz aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen aus und sein Sohn Günter Herlitz übernahm die Großhandlung.
Neben dem Handel mit Gummiringen und Tintenfässern war Herlitz mit dem neu entwickelten, aber beratungsintensiven Klebefilm der Marken „Mellkleber“ und „Cellux“ von der Firma Kall & Co. eine der ersten Firmen mit diesen Neuheiten auf dem Markt. Mit der Anschaffung eines dunkelblauen Opel P4 konnte der Kundenkreis über die Stadtgrenzen hinaus ausgedehnt werden. So wurden u.a. Kunden in Potsdam, Neuruppin, Wittenberge und Pritzwalk gewonnen.
Am 12.02.1939 starb Carl Herlitz. Das Geschäft wurde durch Mutter Bertha Herlitz weitergeführt. Mit der Heimkehr von Günter Herlitz von der Front 1945 wurde das Geschäft mit Gelegenheitsangeboten wieder aufgenommen. Nach kurzer Zeit wurden 30 Mitarbeiter beschäftigt. Während der Berlin-Blockade 1948 führte Herlitz UHU Kleber, Lineale und Kinderbücher auf dem Luftweg nach Berlin ein. 1949 expandierte Herlitz zu einer der bedeutendsten Großhandlungen in Deutschland mit dem vollen Sortiment eines Papier- und Schreibwarengroßhändlers. 1960 wurde eine eigene Vertriebsorganisation im Bundesgebiet aufgebaut. Der Durchbruch auf dem westdeutschen Markt erfolgte mit bebilderten Zeichenblöcken (Tiermotive und Sportbilder). Auf 8-10 Verarbeitungsmaschinen wurden monatlich 150 t Papier verarbeitet. Es wurden 150 Mitarbeiter beschäftigt, davon 90 in der Fertigung und 60 in der Großhandlung. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 4,2 Mio. DM.

Aktiengesellschaft

1972 kam es zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und zur Eröffnung von Auslieferungslagern in München und Hamburg. Die Fertigung von Briefumschlägen wurde aufgenommen. 1974 kam es zur Inbetriebnahme eines voll automatischen Hochregallagers für Fertigwaren in Berlin-Tiergarten mit knapp 6.000 Palettenplätzen, welches für die damalige Zeit einmalig war.
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 06.05.76 firmierte die „Carl Herlitz AG“ als „Herlitz AG“. 1977 wurde die Herlitz-Aktie an der Berliner Wertpapierbörse eingeführt und die Herlitz International Trading (HIT) AG gegründet. Vertriebsgesellschaften in Österreich, Holland, der Schweiz und Frankreich wurden gegründet. 1982 wurden die Aktien an der Frankfurter Börse eingeführt.
1985 bezog man das Versandzentrum in Berlin-Spandau, mit dem damals größten Hochregallager der Welt mit über 70.000 Palettenplätzen. 1987 erwarb die Glückwunschkarten-Firma Susy Card GmbH & Co. KG mit Sitz in Bargteheide.
1988 kaufte der Berliner Senat das Gelände im Tiergarten und stellte Herlitz das Gelände am Borsigturm mit 82.000 qm zur Verfügung, was zur Grundsteinlegung für Produktion und Verwaltung in Tegel führte. Im Jahr darauf wurde die neue Zentrale Berlin-Tegel fertiggestellt.


Hauptsitz Berlin
Hauptsitz in Berlin

1992 wurden Auslandsgesellschaften in Polen, Tschechien und Ungarn gegründet, danach eröffnete man eine Landesgesellschaft in Finnland und kam zur Kooperation mit Russland. 1996 wurde die Herlitz AG in eine Holding umgewandelt und die Herlitz PBS AG Papier-, Büro- und Schreibwaren als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Der Papierwarenherstellers Landré GmbH wurde erworben, ebenso wie der Schreibgerätehersteller Diplomat ⁄ Imco. Im Jahr 2000 wurden die Herlitz Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt.

Krise und Insolvenz

Als die Großgläubiger und Großaktionäre Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Bayer. Landesbank sowie Bankgesellschaft Berlin (zusammen ca. 49 % der Aktien) kein fresh money mehr zur Verfügung stellten, musste am 03.04.2002 beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet werden.
Am 16.09.2002 kam es zum Abschluss des Insolvenzplanverfahrens der Herlitz AG und Herlitz PBS AG. Herlitz war damit als erstes börsennotiertes Unternehmen in Deutschland gelungen, ein Insolvenzverfahren bei laufendem Betrieb nach dem neuen Insolvenzrecht in Rekordzeit erfolgreich durchzuführen.

Konsolidierung

2003 wurde die Dienstleistungskompetenz in die eCom Logistik GmbH & Co.KG ausgegliedert. Man produzierte 83 Mio. Briefordner. Herlitz war zum weltweiten Marktführer in der Ordnerproduktion geworden. 2004 umfasste das Sortiment ca. 15.000 Artikel. In Großbritannien wurde eine Ordnerfertigung aufgebaut. Advent International erwarb 2005 eine Mehrheitsbeteiligung. Die Restrukturierungsphase war 2006 weitgehend abgeschlossen und die Produktion zog von Berlin Tegel nach Falkensee um.


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