Leica Camera Aktiengesellschaft

Aktie Leica Camera

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 2-10 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Solms, September 1996, # 04723

Abb. rotes Firmensignet, im Unterdruck ein Foto von Oskar Barnack, der Ur-Leica und einem mit einer Ur-Leica gemachten Foto einer Straßenszene aus dem Jahre 1913. Auch auf den Kupons und dem Erneuerungsschein sind jeweils unterschiedliche, historisch interessante Fotoabbildungen.
dito Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen, ansonsten nicht entwertet, # 00000

Aktie über 50 DM (10x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Solms, September 1996, # 09030

Abb. rotes Firmensignet, im Unterdruck ein Foto von Oskar Barnack, der Ur-Leica und einem mit einer Ur-Leica gemachten Foto einer Straßenszene aus dem Jahre 1913. Auch auf den Kupons und dem Erneuerungsschein sind jeweils unterschiedliche, historisch interessante Fotoabbildungen.

Aktie über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Solms, September 1996, # 00345

Abb. rotes Firmensignet, im Unterdruck ein Foto von Oskar Barnack, der Ur-Leica und einem mit einer Ur-Leica gemachten Foto einer Straßenszene aus dem Jahre 1913. Auch auf den Kupons und dem Erneuerungsschein sind jeweils unterschiedliche, historisch interessante Fotoabbildungen.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Anfänge

Das „optische Institut“ wurde 1849 durch Carl Keller gegründet.
Die „Kleinbildfotografie“ ist nicht von Oskar Barnack erfunden worden, die Leica war nicht die erste „Kleinbildkamera“. Mit der Leica - und den zeitgleichen Verbesserungen der verwendeten Kinofilme erfolgte allerdings der Durchbruch der Kleinbildfotografie, wie wir sie heute kennen.

Urleica

Das Optik-Unternehmen Leitz aus Wetzlar baute 1924 die erste international erfolgreiche Großserien-Kleinbildkamera der Welt. Grundlage war eine Konstruktion von Oskar Barnack, der schon seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine handliche Kamera entwickelte, in die er den damals üblichen 35-mm-Kinofilm einspulte. Als Entwicklungsleiter bei Leica entwarf er die erste Kleinbildkamera der Welt. Der 1. Weltkrieg verzögerte allerdings die Weiterentwicklung. Erst in den 20er Jahren stellte Barnack die erste Leica-Kamera fertig, die 1925 offiziell vorgestellt wurde. Barnack brachte mit der Leica die Fotografie vom Studio auf die Straße und wurde zum Wegbereiter der Fotoreportage. Der Erfolg der Leica war aber nur möglich, weil auch die Optiken gute Qualität aufwiesen. Die führenden Köpfe der Optikentwicklung waren vor allem Max Berek, Walter Mandler, Lothar Kölsch und Horst Schröder.
1930 wurde das Unternehmen in die „Ernst Leitz GmbH“ und 1996 in die „Leica Camera AG“ umgewandelt.

Neuere Zeit

Seit 1988 wurde das Markenzeichen Leica von drei unabhängigen Unternehmen, Leica Camera AG, Leica Microsystems GmbH und Leica Geosystems AG verwendet.
1990 ließ die Fusion der Wild Leitz Holding AG (entstanden 1987 durch die Übernahme der Ernst Leitz Wetzlar GmbH von der 1921 gegründeten Wild Heerbrugg AG) mit The Cambridge Instrument Company plc den neuen Konzern Leica Holding B.V. entstehen. Damit stand der Name Leica auch für den führenden Anbieter von Mikroskopen, Vermessungs- und Photogrammetriesystemen sowie optisch-wissenschaftlichen Instrumenten.
1990 wurde auch das Zett-Geräte-Werk (ehemals zur Firmengruppe Zeiss-Ikon gehörig) als Leica Projektion GmbH Zett Geräte in die Leica Camera Gruppe übernommen, aber bereits 2004 wieder an die Beteiligungsgesellschaft Allegra Capital GmbH verkauft.
Die Fertigung des Leica-Kamerasystems erfolgt in Deutschland und Portugal. Die analogen Kompaktkameras wurden in Asien gefertigt. Zeitweise erfolgte eine Zusammenarbeit mit Minolta, Fuji und mit Matsushita⁄Panasonic.
Die außerordentliche Hauptversammlung der Leica Camera AG vom 31.05.2005 beschloss eine Zusammenlegung des Kapitals der Gesellschaft. Damit verbunden war die Kraftloserklärung der vorhandenen Aktienurkunden und die Ausgabe neuer Aktien als sogenannte Sammelurkunde, d.h. es gab dann keine effektiven Urkunden mehr.


Fotografieren mit einer Leica

Kameras

Mit den Leica-Kameras war es erstmals möglich, als Fotograf eine hochwertige und dabei relativ kleine Kamera immer dabeizuhaben, da es sonst nur Mittelformatkameras (mit Rollfilm) oder gar sperrige Großformatkameras gab. Dieser Vorzug wurde zuerst von einer künstlerischen und journalistischen Avantgarde erkannt und genutzt. Damit wurde eine neue Art von dynamischer Reportage-Fotografie erst möglich. Leica-Kameras gab es in einer Vielzahl von weltweiten Nachbauten beziehungsweise Kopien. Eine der ersten ernsthaften Konkurrenzfirmen war Zeiss-Ikon mit der Contax.
Die erste Leica Ia verfügte noch über ein festeingebautes Objektiv. Sehr bald waren aber die Objektive über ein Wechselgewinde austauschbar (Schraubleica), die Leica wurde so zur Systemkamera. Die Leica-Sucherkamera mit Wechselgewinde, kurz „Schraubleica“, wurde bis in die Nachkriegszeit stetig weiterentwickelt.
Seit 1954 existierte die Baureihe „M“ (Leica M), an der sich die Objektive nicht mehr abschrauben, sondern über ein Bajonett blitzschnell wechseln ließen. Außerdem verfügte die „M“ über einen Messsucher, mit dem gleichzeitig scharf gestellt und das Bild komponiert wurde. Die nächsten Modelle der Baureihe „M“ verfügten über eine (Blitz-)Belichtungsmessung, Zeitautomatik und DX-Filmerkennung. Eine Leica M eignete sich für Weitwinkelaufnahmen, Fotografie mitten im Geschehen (auch durch einen sehr leisen Auslöser) sowie Aufnahmen bei wenig Licht ohne Blitz.
1965 erschien die erste Spiegelreflex-Systemkamera aus dem Hause Leitz-Wetzlar. Die Leicaflex war anfangs noch rein mechanisch. Seit Beginn der 70er Jahre wurde die Leicaflex durch die Baureihe „R“ abgelöst. Die Leica R war größer und schwerer als die klassische (Mess-)Sucherleica, bot dafür aber mehr Automatikfunktionen und Komfort sowie eine größere Objektivpalette in allen Bereichen. Mit dem zur Photokina 2004 vorgestellten digitalen Rückteil („Digitalmodul R“) wurde die Leica R zur ersten Kleinbild-Hybridkamera, die wahlweise analog und digital betrieben werden konnte.
Außerdem fertigte die Leica Camera AG auch einfachere Sucherkameras, Digitalkameras, Ferngläser, Spektive und Diaprojektoren.
Leica war bei Fotografen insbesondere für die optische und mechanische Qualität der Objektive bekannt. Charakteristisch war auch die „Systemkompatibilität“ über Jahrzehnte, das heißt, alte und neue Kameras, Objektive und Zubehör ließen sich frei kombinieren.

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