ORENSTEIN & KOPPEL AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie O&K Orenstein & Koppel AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, August 1969, # 63822

Auflage: 12.500 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, August 1969, # 00927

Auflage: 30.000 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, August 1971, # 90749

Auflage: 32.500 St.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 25-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, August 1971, # 28697

Auflage: 18.000 St.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 25-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # ohne Nummer

O&K ORENSTEIN & KOPPEL AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie O&K Orenstein & Koppel AG

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, August 1973, # 53423

Auflage: 10.000 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Berlin, Juli 1986, # 08251

Auflage: 20.000 St.

O&K Orenstein & Koppel Aktiengesellschaft

Aktie O&K Orenstein & Koppel AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Berlin, August 1994, # 0001142

Abb. Firmensignet „O&K“.

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Berlin, August 1994, # 2317481 bis 2317490

Abb. Firmensignet „O&K“.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Altes Schild von O&K

Anfang in Schlachtensee bei Berlin

O&K wurde am 01.04.1876 von Benno Orenstein und Arthur Koppel als offene Handelsgesellschaft „Orenstein & Koppel OHG“ in Berlin gegründet. In dem damaligen Werk in Schlachtensee in der Landgemeinde Zehlendorf bei Berlin wurden zunächst Loren und Ausstattungen für Feldbahnen hergestellt. Die dazugehörigen Feldbahnlokomotiven wurden von anderen Herstellern (u.a. Jung in Jungenthal) gebaut. Ab 1892 wurden in Schlachtensee unter der Firmenbezeichnung „Märkische Lokomotivfabrik“ auch Feldbahnlokomotiven gebaut. Aktiengesellschaft wurde das Unternehmen 1897 als AG für „Feld- und Kleinbahnenbedarf (vorm. Orenstein & Koppel)“.

Neues Werk in Babelsberg

Wegen der ständigen Auslastung des Werks in Schlachtensee wurde ein neues Werk nahe Potsdam errichtet. Das von O&K selbst als „Lokomotivfabrik Drewitz“ bezeichnete Werk lag allerdings nicht in Drewitz, sondern auf dem benachbartem Babelsberger beziehungsweise seinerzeit Neuendorfer Gelände. Ab dem 01.04.1899 wurden hier unter dem Namen „AG für Feld- & Kleinbahnen-Bedarf, vormals Orenstein & Koppel“ Lokomotiven gebaut.
Nach der Jahrhundertwende baute O&K erstmals Bagger mit Eimerketten, zunächst aus Holz und ab 1904 „ganz aus Eisen“, angetrieben durch Dampfmaschinen oder Spiritusmotoren. 1908 entwickelte O&K einen auf Schienen fahrenden Löffelbagger für Arbeiten in schweren Böden.
1909 wurde die Firma, im Zusammenhang mit der Aufnahme der Arthur Koppel AG, die sich 1885 vom Stammhaus gelöst hatte, in „Orenstein & Koppel-Arthur Koppel AG“ geändert. Ab 1911 kam es zu einer Interessengemeinschaft mit der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft, die schließlich 1950 in eine Fusion mündete.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg


Dampflokomotive der Baureihe 50
Dampflokomotive der Baureihe 50

Im Zuge der so genannten Arisierung wurde die Orenstein & Koppel AG unter treuhänderische Verwaltung gestellt und das Babelsberger Werk am 1.04.1940 in „Maschinenbau und Bahnbedarf AG MBA, vormals Orenstein & Koppel“ umbenannt. 1941 wurde auch noch der Zusatz Orenstein & Koppel aus dem Namen entfernt und nur noch der Kürzel MBA verwendet. Zwar überstand das Werk alle Bombenangriffe auf Berlin, nach einem Brand im Verwaltungsgebäude und der Demontage wurden hier jedoch keine Lokomotiven mehr gebaut.

Entwicklung im Osten Deutschlands

Im Osten Deutschlands wurde 1946 die Produktion wieder aufgenommen. Im Werk Nordhausen wurden im „VEB Schwermaschinenbau Nordhausen“ unter anderem Seilbagger hergestellt.


Diesellok der Baureihe V 180
Diesellok der Baureihe V 180

1946 wurde die Produktion von Lokomotivkesseln im Werk Babelsberg wieder aufgenommen und ein Jahr später die erste Nachkriegs-Lokomotive ausgeliefert. Am 18.03.1948 erfolgte die Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb unter dem Dach der LOWA und damit die Umbenennung in VEB LOWA Lokomotivbau „Karl Marx“, Babelsberg, kurz LKM. Der LKM übernahm vor allem den Bau von Diesellokomotiven für die DDR, darunter auch Großdiesellokomotiven. Bis Ende der 1950er Jahre entstanden neben Dampflokomotiven für die DR vor allem schmalspurige Dampf- und Diesellokomotiven, mit ca. 4.160 Stück mehr als die Hälfte der insgesamt gebauten Lokomotiven. Nach der Aufgabe des Dampflokbaus wurden Anfang der 1960er Jahre vor allem dieselhydraulische Rangier- und Streckenlokomotiven gebaut. In rund 30 Produktionsjahren fertigte der LKM in Babelsberg rund 7.760 Lokomotiven, rund ein Drittel davon für den Export. 1976 erfolgte die letzte Dieselloklieferung.
Die Fertigung wurde auf Luft- und Kältetechnik umgestellt und das Werk in VEB Kombinat Luft- und Kältetechnik, Betrieb Karl Marx, Babelsberg umbenannt. Mit der Einstellung des Lokomotivbaus schied LKM auch aus dem VEB Kombinat Schienenfahrzeuge aus, dessen Rechtsnachfolger die spätere Bombardier Transportation Berlin wurde. Auf dem Babelsberger Werksgelände befand sich später ein Gewerbepark.

Entwicklung im Westen Deutschlands

Im Westen wurde ab 1949 wieder die Firmenbezeichnung „Orenstein & Koppel AG“ verwendet, der Name wurde nach dem Zusammenschluss mit der Lübecker Maschinenbau AG LMAG 1950 in „Orenstein-Koppel und Lübecker Maschinenbau AG“ geändert. Der Sitz der Aktiengesellschaft war in Berlin. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde die Hauptverwaltung allerdings nach Dortmund verlegt, sie bezog ein auf dem Dortmunder Werksgelände neu errichtetes Gebäude. Bis Mitte der 1970er wuchs das Unternehmen beständig.
Im Jahr 1972 produzierte O&K in fünf Werken: Berlin (West), Dortmund, Hagen, Hattingen⁄Ruhr und Lübeck, unterhielt einen zentralen Ersatzteildienst in Bochum, 24 Niederlassungen und Verkaufsbüros in der Bundesrepublik sowie Vertretungen in allen fünf Erdteilen. Im gleichen Jahr hatte das Unternehmen 8.550 Beschäftigte, der Umsatz ohne Umsatzsteuer betrug 622,0 Mio. DM, der Exportanteil lag bei 31 %, das Grundkapital betrug 50,0 Mio. DM, an Rücklagen waren 44,9 Mio. DM gebildet.
Der Großaktionär Hoesch AG wurde jedoch mit seiner kränkelnden Tochter nie wirklich glücklich. 1981 wurde die letzte Diesellok ausgeliefert. 1994 schließlich wurde zur Sanierung sogar eine Kapitalherabsetzung nötig. Jetzt wurden Waggons, Baumaschinen, Rolltreppen und Gabelstablern hergestellt.
2005 erfolgte der Zusammenschluss mit Fiat Kobelco, Kobelco und New Holland Construction.


O&K Radlader Bj. 1998
O&K Radlader, Bj. 1998

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