ROSENTHAL AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Rosenthal AG

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Selb, Juni 1970, # 002446

Abb. bekanntes Rosenthal-Signet links.

Aktie über 10.000 DM (200x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Selb, Juni 1970, # 000352

Abb. bekanntes Rosenthal-Signet links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Selb, Juli 1979, # 062008

Abb. bekanntes Rosenthal-Signet links.

Aktie über 100 DM (2x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Selb, Juli 1979, # 045549

Abb. bekanntes Rosenthal-Signet links.

Rosenthal Aktiengesellschaft

Gutschein Rosenthal AG

Gutschein über den Erwerb von Wertpapieren zur Vermögensbildung der Arbeitnehmer über 005 Stück Dekafonds, 20,0 cm x 14,8 cm, ohne Kupons, ausgestellt auf „Geisenhoener Leni ...“, nicht entwertet
Selb, 01. Oktober 1971, # 71⁄03882

Abb. bekanntes Rosenthal-Signet

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

1879-1900

Die Gründung des berühmten Porzellanherstellers erfolgte 1879 in Erkersreuth bei Selb, wo im Schloss Erkersreuth eine Porzellanmalerei eingerichtet wurde. 1886 wurde die Aschenschale „Ruheplätzchen für brennende Cigarren“ der erste große Verkaufserfolg.
1897 wurde das Unternehmen in eine AG, die „Ph. Rosenthal & Co. AG“ umgewandelt. Zunächst bestanden Porzellanfabriken nebst Porzellanmalerei in Selb und Kronach. Hergestellt wurden Tafel- und Kaffeservice, außerdem (eine Tradition bis heute) künstlerische Porzellane.

Logo Rosenthal Thomas-Group

1903 war „Botticelli“ eines der ersten Jugendstilservice mit einer erstaunlichen Formqualität. Ab 1907 kennzeichnete das Unternehmen seine Produkte mit dem vollen Namensschriftzug, die Marke Rosenthal entstand. Hinzuerworben wurde die Porzellanfabrik Bauer, Rosenthal & Co. KG in Kronach (1901) und die Porzellanfabrik Marktredwitz Fritz Thomas (1908). 1910 wurde die Rosenthal Kunstabteilung für Zierporzellan gegründe, 1911 wurde die Figur „Eros“ ein Markterfolg und tausendfach verkauft.

1916-1930

1916 wurde die weltweit meistverkaufte Form „Maria“, benannt nach der großen Liebe des Firmengründers, ausgeformt. Das Unternehmen eröffnete am Kemperplatz im Herzen Berlins das erste eigene Verkaufsgeschäft. Hinzuerworben wurden die AG Krister Porzellan-Manufaktur im schlesischen Waldenburg (1921) und die Porzellanfabrik Thomas & Co. AG in Sophienthal (1937). 1921 kam es zur Kooperation mit der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft (AEG) im Bereich der technischen Porzellane. Zwei Jahre später richtete Rosenthal als eines der ersten Unternehmen eine „Wohlfahrtskasse“ für Arbeiter und Angestellte ein.

Philip Rosenthal
Philip Rosenthal um 1950

1931 entstanden in transatlantischer Lizenz mit Walt Disney sechs Mickey Mouse Figuren. Ein Jahr später wurde der Figurenzyklus „Frühling“- „Sommer“-„Herbst“-„Winter“ von Claire Weiss vorgestellt.
1934 schied Geheimrat Dr. h.c. Philipp Rosenthal aus dem Vorstand des Unternehmens aus. 1939 firmierte das Unternehmen in Rosenthal-Porzellan AG um. 1950 trat Philip Rosenthal als Werbeleiter und stellvertretendes Vorstandsmitglied in das Unternehmen ein.

1951-1970

1951 wurde die Glasveredelung als Ergänzung zum Porzellan-Programm aufgenommen. Etwas später entstand unter maßgeblicher Beteiligung von Rosenthal die „Gruppe 21“ für zeitgemäßes Design. 1960 eröffnete Rosenthal in Nürnberg das erste Studio-Haus und startete damit die erste Design-Ladenkette der Welt. Unter der Marke Rosenthal studio-line wurden ausschließlich von einer unabhängigen Jury ausgewählte Produkte moderner Prägung angeboten.
1965 kam es zur Umfirmierung in Rosenthal AG.

1971-1990

1972 wurde die Möbelfabrik Espelkamp gekauft und die Möbelfertigung unter der Marke Rosenthal Einrichtung begonnen. 1976 gelang Timo Sarpaneva mit der Form „Suomi“ ein zeitloser Design-Klassiker. 1981 gestaltete Friedensreich Hundertwasser die Fassade der Porzellanfabrik Selb „Ökologie-Kunst-Schöpfung“. Die erste Rosenthal Lizenz zur Fertigung und Vermarktung von Fliesen wurde 1988 an die AGROB Buchtal Keramik vergeben.

1991-1996

1993 startete mit Rosenthal meets Versace die Zusammenarbeit mit Gianni Versace S.p.A., Mailand. Zum 75. Gründungsjubiläum des Bauhauses interpretierten zwölf Künstler die legendäre Form „TAC“ von Walter Gropius. Rosenthal war die bekannteste Porzellanmarke in Deutschland, wie eine Studie von Gruner + Jahr ermittelte. 1996 wurde mit der Marke „Thomas“ die Form „Vario“ mit dem Material-mix Edelstahl, Holz und Kunststoff erfolgreich eingeführt.

ab 1997

1997 erwarb der ehemalige irische Konkurrent Waterford Wedgwood plc. die Aktienmehrheit an der Rosenthal AG. 1999 ging der erste Rosenthal Award für herrausragende Designleistungen an Donatella Versace. Im Jahr darauf stattete Rosenthal die Repräsentativ-Räume im Deutschen Bundesrat aus. Im Jahr 2000 wurde auch die Traditionsmarke Hutschenreuther übernommen.

Logo Hutschenreuther

2001 wurde nach einer kompletten Neugestaltung das Rosenthal-Casino in Selb wiedereröffnet. Mit der „Andy Warhol Collection“ erweiterte Rosenthal das Produktspektrum. Bald darauf lieferte Rosenthal ins Geburtsland des Porzellans China und trieb die Internationalisierung voran. 2004 wurde in Selb-Plößberg wird das Rosenthal-Museum eröffnet.


Bauhaus

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