Stadtsparkasse München

Teilschuldverschreibung Stadtsparkasse München

4 ¾ % Inhaber-Schuldverschreibung, Serie 126, über 10.000 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, 2. Februar, Muster, ohne Kontrollunterschrift, 2 S., ansonsten nicht entwertet
München, Februar 1994, # 00000

Abb. Sparkassensignet.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.

Unternehmensgeschichte

Am 02.11.1824 eröffnete die „Sparkasse der königlichen Haupt- und Residenzstadt München“ ihre ersten Geschäftsräume im Angerviertel. Damit bot sich erstmals für viele Münchner die Möglichkeit, Geld sicher und verzinslich für die eigene Vorsorge anzulegen. Dies war insbesondere wichtig, da viele Arbeiter und Angestellte in Gemeinschaftsunterkünften lebten.
Die Sparkasse legte die Kundengelder gesammelt bei der Staatsschuldentilgungskasse an. 1840 betrugen die Einlagenbestände bereits 4,5 Mio. Gulden. Als Anfang der vierziger Jahre die Lebensmittelpreise stark anstiegen und wenige Jahre später die Cholera ausbrach, machten sich die bei der Sparkasse angelegten Gulden für viele bezahlt. Die vermehrten Abhebungen führten jedoch zu Liquiditätsschwierigkeiten, da die Staatsschuldentilgungskasse die hinterlegten Gelder für den Eisenbahnbau und die Bauten König Ludwigs verwendet hatte. Die Rückzahlung erfolgte schrittweise bis 1860.
Ab 1848 nutzte die Sparkasse zur Anlage der Kundengelder ausschließlich die neu geschaffene Möglichkeit, Kredite an die Stadt München zu vergeben. Auf diese Weise wurden öffentliche Vorhaben wie der Bau der Maximilianstraße, die Schrannenhalle oder die Kanalisation verwirklicht. Ab 1888 vergab die Sparkasse Hypothekendarlehen auch an Privatpersonen.
1899 bezog die Sparkasse den ersten Teil ihrer heutigen Hauptstelle nahe dem Marienplatz. In dieser Zeit weitete die Städtische Sparkasse zudem ihr Leistungsspektrum deutlich aus. Mit dem von den Sparkassen entwickelten Scheck- und Überweisungsverkehr erschloss sie beispielsweise den Münchnern den bargeldlosen Zahlungsverkehr und führte darüber hinaus das Wertpapiergeschäft ein. 1904 begann parallel dazu der Aufbau des Zweigstellennetzes.
Die große Inflation von 1923 und die darauffolgende Währungsreform ließ die Einlagen auf rund 220.000 RM schrumpfen. Ein Jahr später riefen Vertreter von Sparkassen aus 28 Ländern den Weltspartag ins Leben, der an die Bedeutung der finanziellen Vorsorge erinnert.
1950 besaß die Städtische Sparkasse 24 Filialen. In den darauffolgenden Jahren baute sie das Zweigstellennetz deutlich aus. Parallel dazu gewannen Bankgeschäfte rasant an Bedeutung, denn das Girokonto ersetzte nun zunehmend die Lohntüte. Darüber hinaus vergab die Stadtsparkasse nun auch Konsumentenkredite. 1968-1971 wurden alle Zweigstellen auf EDV umgestellt und miteinander vernetzt. Damit zählte das Institut zu den ersten Banken Europas bei der Einführung der IT. 1972 bekam die Sparkasse die Bezeichnung „Stadtsparkasse München“.


Logo

Vier Jahre später führte die Stadtsparkasse als erste Bank Deutschlands Geldautomaten ein. Unter der Vorreitern im Bankgewerbe war sie auch 1999 mit SB-Einzahlautomaten für Münzen, die den Betrag sofort dem Konto gutschreiben oder 2006 mit einem Geldautomaten für den mobilen Einsatz auf Großveranstaltungen. 2004 emittierte die Stadtsparkasse München als erste bayerische Sparkasse erstmals einen Pfandbrief zur Refinanzierung am Kapitalmarkt.


Hauptstelle
Hauptstelle der Stadtsparkasse München

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